Deutscher Gewerkschaftsbund

20.11.2017

So können Betriebe ihren Beschäftigten den Arbeitsweg erleichtern: Konferenz präsentiert lokale und bundesweite Angebote zur Unterstützung

NRW ist Stauland. Mehr als 400 Kilometer Stau an einem Tag belasten Pendlerinnen und Pendler, Unternehmen und die Umwelt. Viele Beschäftigte kommen schon genervt an ihrem Arbeitsplatz an. Eine schlechte Erreichbarkeit geht für Unternehmen nicht nur ins Geld, sondern kann Standorte und Arbeitsplätze gefährden. Auf einer Konferenz am 15. November 2017 wurde über Lösungen diskutiert.

 

1. Reihe von links: Winfried Pudenz (Verkehrsministerium NRW), Stefan Heimlich (ACE), Stefan Schreiber (IHK zuDortmund)

1. Reihe von links: Winfried Pudenz (Verkehrsministerium NRW), Stefan Heimlich (ACE), Stefan Schreiber (IHK zuDortmund) Oliver Schaper / IHK zu Dortmund

Am 15. November 2017 informierten sich rund 100 Gäste im Heinrich-von-Kleist-Forum in Hamm auf der Konferenz "Emissionen reduzieren, Kosten senken, Mobilität sichern" darüber, wie sie die Mobilitätssituation für ihre Beschäftigten verbessern können. Der ACE Auto Club Europa, die Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag haben die Konferenz mit Unterstützung des Ministeriums für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen ausgerichtet.

Stefan Schreiber, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund unterstrich, dass man die betriebliche Mobilität als Wettbewerbsfaktor für die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen verstehen müsse: "Mobilität ist Standortfaktor Nummer 1 und entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft. Eine gute Erreichbarkeit ist nicht nur in der Logistik und für Kunden eine existenzielle Voraussetzung, sondern zahlt sich auch bei der Bindung und Gewinnung von Personal aus." Im weiteren Verlauf der Konferenz wurde u.a. der neue IHK-Lehrgang zum innerbetrieblichen Mobilitätsmanager vorgestellt.

Professor Dr. André Bruns von der Hochschule RheinMain

Professor Dr. André Bruns von der Hochschule RheinMain Oliver Schaper / IHK zu Dortmund

Bundesweite Unterstützung erhalten Betriebe u.a. durch das Projekt "Gute Wege zur guten Arbeit" des ACE. "Es gibt Alternativen zum Auto im Berufsverkehr, häufig sind sie für die Beschäftigten aber noch nicht attraktiv genug", so Stefan Heimlich, Vorsitzender des ACE. "Mit dem Projekt 'Gute Wege' zeigt der ACE, wie Betriebe das ändern können. Die Palette an attraktiven Mobilitätsangeboten reicht von Jobtickets bis zu kostenlosen Lademöglichkeiten für Mitarbeiter-Pedelecs. Werden solche Angebote eingeführt, profitieren Beschäftigte wie auch Arbeitgeber. Außerdem werden die Straßen und die Umwelt entlastet", erklärte Heimlich.

Über das Projekt "Gute Wege zur guten Arbeit"

Das Projekt "Gute Wege zur guten Arbeit" des ACE Auto Club Europa setzt sich für betriebliches Mobilitätsmanagement ein. Das Konzept stärkt nachhaltige Mobilitätslösungen wie Fahrgemeinschaften, öffentliche Verkehrsmittel oder den Radverkehr. "Gute Wege zur guten Arbeit" wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert und vom Deutschen Gewerkschaftsbund und seinen Mitgliedsgewerkschaften unterstützt.

Kontakt

Matthias Dietz
ACE Auto Club Europa
Kommunikationsleiter Mobilitätsmanagement
matthias.dietz@ace.de
Tel.: 030/278725-23
Mobil: 0175/8919362


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