Deutscher Gewerkschaftsbund

07.07.2016
Klimaschutz sozialverträglich gestalten

Gründung der Gebäudeallianz NRW für Klimaschutz – DGB NRW, IG BCE Nordrhein und IG BAU Rheinland machen mit

40 % unserer Energie werden für Heizung und warmes Wasser verbraucht (Foto: CC BY Martin Pettitt)

40 % unserer Energie werden für Heizung und warmes Wasser verbraucht. Eine Gebäude-Dämmung kann hier helfen. CC BY Martin Pettitt

Energetische Sanierung: Modernisierung eines Gebäudes, um den Energie-Verbrauch zum Heizen und Kühlen sowie für warmes Wasser zu senken. Dazu werden z. B. Wände und Dächer gedämmt, Fenster ausgetauscht oder effizientere Heizungen installiert. Wird Energie gespart und aus erneuerbaren Quellen bezogen, verringert sich auch der Ausstoß an Kohlenstoff-Dioxid (CO2), der den Klimawandel vorantreibt.

Beim Klimaschutz in NRW wird sehr viel über Strom und sehr wenig über Wärme geredet. Dabei entfallen rund 40 % unserer Energie-Bilanz auf Raum-Heizung und Warmwasser-Versorgung. Die energetische Sanierung von Gebäuden ist ein Schlüssel zum Gelingen der Energiewende. Doch bei der Wärmewende geht es bislang nur schleppend voran. Die neu gegründete Gebäudeallianz NRW für Klimaschutz fordert Politik jetzt zum Handeln auf. Ihr Ziel ist es, den Klimaschutz in den Bereichen Wohnen und Bauen voranzutreiben.

Zu den Beteiligten gehören die Spitzenverbände der einschlägigen Unternehmensbranchen auf Landesebene, DGB NRW, IG BCE Nordrhein, IG BAU Rheinland, Umwelt-, Naturschutz-, Verbraucher- und Sozialverbände. Gemeinsam will man die Umsetzung der nordrhein-westfälischen und der nationalen Klimaschutz-Ziele im Bereich Wohnen und Bauen konstruktiv und kritisch begleiten. Nach einem intensiven Vorbereitungsprozess konnten sich die Beteiligten auf gemeinsame Forderungen einigen, die in die gemeinsame Erklärung der Allianz eingeflossen sind.

Energetische Sanierung sozialverträglich gestalten

Besondere Dringlichkeit erkennen die Beteiligten bei den Themen:

  • Sozial-, klima- und naturverträgliche Umsetzung energetischer Sanierung
  • Quartiersbezogene Konzepte
  • Schaffung von Anreizen für Investitionen mit Vorrang vor verordnetem Sanierungszwang.

Es kann nicht nur um eine Beschleunigung energetischer Sanierung gehen, sondern auch um eine hochwertige Umsetzung. Dabei ist den Gewerkschaften die Sozialverträglichkeit des Wandels besonders wichtig, nicht zuletzt die Sicherung der qualifizierten Facharbeit und guter Tarif- und Arbeitsbedingungen.

Die Gründung der Gebäudeallianz NRW für Klimaschutz ist ein konkretes Resultat des Dialogs im Rahmen des KlimaDiskurs.NRW.

Mitglieder der Gebäudeallianz NRW für Klimaschutz

  • Architektenkammer Nordrhein-Westfalen
  • Baugewerbliche Verbände
  • Bund für Umwelt und Naturzschutz Deutschland für NRW
  • Deutscher Gewerkschaftsbund Bezirk Nordrhein-Westfalen
  • Deutscher Mieterbund Nordrhein-Westfalen
  • Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen
  • Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt Rheinland
  • Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie Nordrhein
  • Naturschutzbund Nordrhein-Westfalen
  • Nordrhein-Westfälischer Handwerkstag
  • Wohnungswirtschaft im Westen
  • Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen

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