Deutscher Gewerkschaftsbund

25.04.2018

MES-Systeme: der Schlüssel zur Industrie 4.0 – Wie können Betriebsräte mitgestalten?

Viele Netzwerkkabel und Ports

DGB/wklzzz/123rf.com

Immer mehr Produktionsbetriebe wollen Fertigungsmanagementsysteme einführen (Manufacturing Execution Systems, MES). Mit einem MES sollen Fertigungsanlagen, Werkzeuge, Produkte und Menschen miteinander vernetzt werden. In Echtzeit werden Daten der Fertigungssysteme an das MES übermittelt, analysiert und zur weiteren Steuerung zwischen den Akteuren verwendet. Das Ziel ist eine deutliche Steigerung der Produktivität und dadurch eine gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit. Das MES erfasst jedoch nicht nur technische, sondern auch personenbezogene Daten der Beschäftigten. Der gläserne Mitarbeiter ist damit keine Utopie mehr.

Betriebsräte müssen bei Einführung von MES mitreden

Die Einführung eines MES stellt Betriebsräte vor erhebliche Regelungs- und Gestaltungsherausforderungen. Da mit der Einführung eines MES in der Regel auch eine Veränderung von Fertigungsprozessen einhergeht, sind zentrale mitbestimmungspflichtige Fragen der Arbeitsorganisation betroffen. Das betrifft u. a. die Erstellung von Kennziffern und Berichten sowie Planungen zu Prozessverbesserungen.

Broschüre informiert Interessenvertretungen

Eine neue Broschüre der Technologieberatungsstelle NRW zeigt zu all diesen Punkten detailliert auf, worauf eine Interessenvertretung achten sollte und wie mögliche Regelungen aussehen könnten.

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