Deutscher Gewerkschaftsbund

Wir brauchen einen Mindestlohn!

Selbst Vollzeitarbeit schützt nicht vor Armut. Nach einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung arbeiten 32 Prozent aller Vollzeitbeschäftigten in Deutschland im Niedriglohnbereich.

Mehr als 7,7 Millionen Beschäftigte beziehen demnach weniger als 75 Prozent des durchschnittlichen Bruttolohns. Ein Armutszeugnis für unser Land. Deshalb brauchen wir Mindestlöhne!

Doch während die meisten europäischen Länder bereits gute Erfahrungen mit gesetzlichen Mindestlöhnen machen, verzögern die Entscheidungsträger in Deutschland mit wenig fruchtbaren Diskussionen Existenz sichernde Löhne für alle Beschäftigten.

Es sind Anfang 2006 die Gewerkschaften, die Mindestlöhne auf die politische Agenda bringen. Mit den Arbeitsmarktreformen der rot-grünen Regierung hatten sich 2005 die Bedingungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt verschärft. Ergebnis war die Ausweitung des Niedriglohnsektors. Die Politiker konzentrierten sich zunächst vor allem auf das Kombilohn-Modell, das sich jedoch als wenig effizient erwies.

Nachrichten, Studien und weitere Infos zu Niedriglöhnen, tariflichen Mindestlöhnen und dem gesetzlichen Mindestlohn auf der Kampagnenwebseite:

http://www.mindestlohn.de/



Nach oben
close