Deutscher Gewerkschaftsbund

21.03.2018

7 Schlüssel für eine gute Digitalisierung im öffentlichen Dienst

Nicht nur in der Privatwirtschaft schreitet die Digitalisierung voran, auch im öffentlichen Dienst ist sie längst Thema. In der Broschüre "Beschäftigte first!" benennen der DGB NRW und seine Gewerkschaften sieben Schlüssel, um den Digitalisierungsprozess im Sinne der Beschäftigten zu gestalten. Laden Sie sich das komplette Positionspapier herunter oder bestellen Sie sich eine gedruckte Version unter nrw.info@dgb.de.

Digitalisierung erhöht Arbeitsbelastung von Beschäftigten im öffentlichen Dienst

Eine Gestaltung der Digitalisierung in der Verwaltung ist dringend nötig: Bei einer repräsentativen, deutschlandweiten Umfrage des DGB-Index Gute Arbeit im Jahr 2016 gaben die befragten Beschäftigten aus der öffentlichen Verwaltung zu 93 % an, von Digitalisierungsprozessen am Arbeitsplatz betroffen zu sein. Dabei zogen in der öffentlichen Verwaltung nur 5 % der Befragten eine positive Bilanz. Jeder Zweite hingegen gab an, die Digitalisierung habe eher zu einem Anstieg seiner Arbeitsbelastung geführt. Das zeigt: Schon jetzt beeinflusst Digitalisierung massiv auch die Arbeit der Beschäftigten im öffentlichen Dienst und das meist leider nicht positiv. 

Landesregierung muss Digitalisierung zur Gestaltung guter Arbeit nutzen

Der DGB NRW fordert deshalb die nordrhein-westfälische Landesregierung und die öffentlichen Arbeitgeber dazu auf, die Digitalisierung des öffentlichen Dienstes zur Gestaltung guter Arbeit zu nutzen. Die Beschäftigteninteressen müssen jetzt in den Blick genommen werden. Die Digitalisierung darf sich daher nicht noch verschärfend auswirken. Sie muss so gestaltet werden, dass sie nicht mehr Arbeit, sondern gute Arbeit schafft. Das ist nicht nur im Sinne der Beschäftigten, sondern auch gut für Bürgerinnen, Bürger und Wirtschaft – denn nur so kann ein funktionsfähiger öffentlicher Dienst auch in Zukunft erhalten bleiben.

Lesen Sie in unserem Positionspapier, welche Punkte dabei berücksichtigt werden müssen:

Download

21.03.2018

DGB NRW (03/2018): Beschäftigte first! – Anforderungen des DGB NRW an die digitale Transformation des öffentlichen Dienstes

Digitalisierung im öffentlichen Dienst (PDF, 542 kB)

Nicht nur in der Privatwirtschaft schreitet die Digitalisierung voran, auch im öffentlichen Dienst ist sie längst Thema. Mit dieser Broschüre benennen der DGB NRW und seine Gewerkschaften sieben Schlüssel, um den Digitalisierungsprozess im Sinne der Beschäftigten zu gestalten.


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7 Schlüssel für eine gute Digitalisierung im öffentlichen Dienst (Zusammenfassung)

2. Information, Beteiligung und Mitbestimmung

Mitbestimmung muss auch in digitaler Verwaltung gesichert sein

Icons by Gregor Cresnar, Freepic, Minh Hoang and Kiril Kazachek for Flatiron

Damit Digitalisierung gelingt, müssen die Beschäftigten und ihre Interessenvertretungen als Experten und Vermittler frühzeitig eingebunden werden. Nur wenn die Interessen der Beschäftigten von Anfang an mitgedacht werden, kann der digitale Wandel gelingen. Voraussetzungen hierfür sind:

Geordneter Prozess zur Beteiligung von Beschäftigten

Die Leitungen der Dienststellen und die Landesregierung müssen eine Beteiligung der Beschäftigten und ihrer Vertretungen von Anfang in einem geordneten Prozess organisieren.

Beteiligung auch in Lenkungsgremien

Dieser Beteiligungsprozess muss bereits in den in den Lenkungsgremien beginnen. Denn dort erfolgen bei IT-Verfahren in frühen Stadien der Planung und Beschaffung weitreichende Weichenstellungen.

Beteiligung des DGB NRW

Der DGB NRW als Spitzenorganisation für Beamtinnen und Beamte muss im Rahmen des geordneten Prozesses frühzeitig und fortlaufend an der Umsetzung des Großprojektes Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung beteiligt werden.


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Gewerkschaften im Austausch mit der Landesregierung

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