Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 19.09.2017

DGB NRW: Wir brauchen einen Kurswechsel in der Rentenpolitik

Die Rente muss im Alter reichen

DGB/Katarzyna Białasiewicz/123rf.com

"Wir dürfen das Thema Rente nicht auf die lange Bank schieben", erklärt Dr. Sabine Graf, stellvertretende Vorsitzende des DGB NRW, anlässlich aktueller Zahlen zur Altersarmut in NRW. "Wir bekommen in Nordrhein-Westfalen ein massives Rentenproblem, wenn die Bundesregierung nicht zügig und konsequent gegensteuert. Wir brauchen einen Kurswechsel in der Rentenpolitik!"

Der Trend sei eindeutig: "Die Menschen müssen immer länger arbeiten und haben dennoch geringere Rentenansprüche. Schuld daran ist vor allem das ständig sinkende Rentenniveau. Die Gewerkschaften erwarten von der Bundesregierung, dass die gesetzliche Rente gestärkt und das Rentenniveau nicht weiter abgesenkt wird." Zudem müsse die politisch gewollte Mütterrente aus Steuergeldern finanziert werden, um die Rentenkasse zu entlasten. "Außerdem gilt: Sichere und fair bezahlte Arbeit ist das beste Mittel gegen Altersarmut. Die Regierungen in Land und Bund müssen sich daher für eine höhere Tarifbindung starkmachen und prekäre Beschäftigung konsequent bekämpfen."

Hintergrund: In Nordrhein-Westfalen ist das Armutsrisiko in den vergangenen Jahren stärker gestiegen als im Bundesdurchschnitt. Das geht aus einer aktuellen Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervor.


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