Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 26.09.2017

DGB NRW: Landesregierung muss öffentlichen Dienst attraktiver machen

DGB/Lubos Paukeje/123rf.com

Zur heutigen Anhörung im Unterausschuss Personal erklärt Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW:

"Die neue Landesregierung scheint verstanden zu haben, dass mit Sparen kein guter Staat zu machen ist. Auch wenn CDU und FDP es früher anders gesehen haben: Investitionen in mehr Personal im öffentlichen Dienst sind eben kein herausgeworfenes Geld, sondern gewährleisten gute Bildung, öffentliche Sicherheit und eine funktionierende Integration. Es ist daher der richtige Weg, wenn die neue Landesregierung mehr Geld für das Personal im öffentlichen Dienst bereitstellt.

Richtig ist allerdings auch: Es reicht nicht aus, lediglich mehr Stellen zu schaffen. Lehrerstellen ohne Lehrer und Polizistenstellen ohne Polizisten bringen unsere Gesellschaft nicht voran. Das zeigt dieser Nachtragshaushalt eindrucksvoll: 400 Millionen Euro bleiben unangetastet, weil neu geschaffene Stellen nicht besetzt werden können. Die Landesregierung muss daher – wie im Koalitionsvertrag versprochen – eine Attraktivitätsoffensive im öffentlichen Dienst starten. Dazu gehören eine attraktive Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst. Gerade mit Blick auf die Digitalisierung muss die Landesregierung mehr Geld für die Weiterbildung und Qualifizierung des Personals zur Verfügung stellen."


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