Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 05.07.2017

Arbeit der Zukunft gestalten! DGB NRW fordert mehr politisches Engagement für faire Arbeit

Andreas Meyer-Lauber spricht vor rund 800 Mitgliedern aus Interessenvertretungen

Andreas Meyer-Lauber spricht vor rund 800 Mitgliedern aus Interessenvertretungen Bernd Röttgers, DGB-Bildungswerk NRW

Im Rahmen Betriebs- und Personalrätekonferenz hat der DGB NRW heute Anforderungen an die Parteien zur Bundestagswahl formuliert. Vor rund 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmern forderte der DGB-Landeschef in Oberhausen ein stärkeres politisches Engagement für gute Arbeit. "Leider profitieren längst nicht alle Beschäftigten von der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt", erklärte Meyer-Lauber. "Die Gewerkschaften haben tagtäglich mit schlecht bezahlter Arbeit zu unfairen Bedingungen zu tun." Ein zentraler Grund sei die zunehmende Tarifflucht von Unternehmen. "Die Politik hat die Aufgaben, hier gegenzusteuern und Regeln zu setzen. Ein Ende der sachgrundlosen Befristungen, strengere Vorschriften für Leih- und Zeitarbeit und eine Stärkung der Tarifautonomie würde das Arbeitsleben für viele Menschen grundlegend verbessern. Dazu gehört auch eine sichere Rente, von der man gut Leben kann."

Nicht alle Entscheidungen der letzten Legislaturperiode seien schlecht gewesen, so Meyer-Lauber weiter. Vom Mindestlohn profitierten tagtäglich 600.000 Beschäftigte in NRW. "Das Glas ist nicht leer, wir haben keinen absoluten Stillstand in der Arbeitsmarktpolitik erlebt. Aber jetzt ist es an der Zeit, dass das Glas voll wird. Wir brauchen eine beherzte und konsequente Bundesregierung, die die Probleme der Arbeitswelt am Schopfe passt."

Unter dem Titel "Arbeit der Zukunft gestalten" diskutierten im Anschluss Spitzenpolitiker/innen über die Wahlprogramme ihrer Parteien zur Bundestagswahl. Mit dabei waren Michael Groschek (SPD), Karl-Josef Laumann (CDU), Klaus Ernst (DIE LINKE), Johannes Vogel (FDP) und Britta Haßelmann (Grüne). Im Rahmen einer Podiumsdiskussion stellten sie vor, mit welchen Konzepten und Ideen sie den Herausforderungen in der Arbeitswelt begegnen wollen.

 

Weitere Informationen zur Konferenz und Video-Aufzeichnung unter nrw.dgb.de/bundestagswahl

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