Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 14.12.2016

DGB NRW begrüßt neuen sozialen Arbeitsmarkt

Im NRW-Landtag wird heute der Haushalt für 2017 beschlossen. Auf Antrag von SPD und Grünen ist darin auch die Finanzierung eines neuen sozialen Arbeitsmarktes vorgesehen. Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW, bezeichnet dies als richtigen Schritt: "Die Gewerkschaften begrüßen, dass die Fraktionen von SPD und Grünen unsere Forderung aufgegriffen haben. In Nordrhein-Westfalen leben rund 300.000 Langzeitarbeitslose, die vom ersten Arbeitsmarkt abgekoppelt sind. Wir brauchen dringend einen neuen sozialen Arbeitsmarkt, der diesen Menschen über dauerhafte, unbefristete Beschäftigung wieder eine Perspektive gibt."

Land stellt Geld bereit: "Ein Novum und ein guter Anfang"

Die vorgesehenen 13 Millionen Euro für 2017 und die weiteren 30 Millionen Euro für 2018 seien natürlich zu wenig, um das Problem der hohen Langzeitarbeitslosigkeit am Schopfe zu packen, so Meyer-Lauber weiter. "Auf Dauer muss wesentlich mehr Geld in die Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit fließen. Dass das Land aber überhaupt eigene Mittel zur Verfügung stellt, ist ein Novum und ein guter Anfang."

Sozialer Arbeitsmarkt muss unbefristete, tariflich bezahlte Stellen bieten

Der DGB NRW werde darauf achten, dass die neuen Stellen dauerhaft angelegt und fair bezahlt seien, kündigt der DGB-Landesvorsitzende an. "Ein sozialer Arbeitsmarkt macht nur Sinn, wenn er unbefristete Arbeitsplätze mit tariflicher Bezahlung bietet." Kurzfristige Maßnahmen zu Niedriglöhnen brächten die Langzeitarbeitslosen nicht weiter. „Unsere Erfahrung zeigt: Ein vollwertiges Beschäftigungsverhältnis gibt den Menschen Halt und stellt ihre Würde wieder her. Das ist der beste Weg, um den Weg zurück in die Gesellschaft zu finden."


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