Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 07.12.2016

DGB NRW: Bessere Ausbildungsperspektiven für Geflüchtete schaffen

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In der heutigen Sitzung des Ausbildungskonsenses hat sich der DGB NRW für bessere Ausbildungsmöglichkeiten für Geflüchtete stark gemacht. "Alle interessierten Geflüchteten müssen die Chance erhalten, unsere Sprache zu lernen, einen Schulabschluss zu machen und eine Ausbildung zu absolvieren", erklärte der Vorsitzende Andreas Meyer-Lauber. Bisher fehle es an einer systematischen Herangehensweise. "Dabei ist der Bedarf riesig: Im letzten Jahr sind 37.000 Jugendliche  zwischen 18 und 25 Jahren nach NRW gekommen. Laut einer Studie des IAB möchte fast die Hälfte von ihnen einen Schulabschluss nachholen. Und 65 Prozent träumen davon, einen Beruf zu erlernen oder ein Studium aufzunehmen."

Helfer erhalten nicht genügend Unterstützung

Viele haupt- und ehrenamtliche Helfer fühlten sich bei der Beratung der Geflüchteten allein gelassen. "Ihnen fehlt ein Überblick über sämtliche Angebote, Abschlüsse sowie Anschlüsse, die in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung stehen. Hier muss dringend nachgebessert werden." Je nach Status des Geflüchteten müssten die nächsten Ausbildungsschritte klar definiert sein. "Unser Anspruch muss lauten: Kein Abschluss ohne Anschluss auch für Geflüchtete."

Verbesserung der Ausbildungssituation

Der DGB NRW begrüße den Plan der Landesregierung, die Weiterbildungskollegs zu öffnen, so der DGB-Landesvorsitzende weiter. Und auch Vorkurse zur Vorbereitung auf den Schulbesuch machten Sinn. "Zusätzlich brauchen wir eine Erweiterung der Berufsschulpflicht bis zum 21. Lebensjahr. Nur so kann es gelingen, junge Geflüchtete systematisch zu beschulen und ihnen einen geregelten Übergang in die Ausbildung zu ermöglichen."

Hintergrund: Im NRW-Ausbildungskonsens kommen regelmäßig Vertreter/innen der Landesregierung, der Wirtschaft, des DGB, der Arbeitsverwaltung und der Kommunen zusammen, um gemeinsam an einer Verbesserung der Ausbildungssituation in Nordrhein-Westfalen zu arbeiten.

 


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