Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 28.06.2016

DGB NRW: Höherer Mindestlohn für über 700.000 Beschäftigte in NRW

Mindestlohn steigt auf 8,84 Euro

DGB/Simone M. Neumann

Die Mindestlohnkommission hat heute in Berlin vorgeschlagen, den gesetzlichen Mindestlohn auf 8,84 Euro je Stunde zu erhöhen. Die Bundesregierung wird nun prüfen, ob sie dieser Empfehlung folgt und den gesetzlichen Mindestlohn per Rechtsverordnung zum 1. Januar 2017 anhebt.

Der Vorsitzende des DGB NRW, Andreas Meyer-Lauber, hält den Kompromiss mit der Arbeitgeberseite für vertretbar: "In Nordrhein-Westfalen kommt die erste Erhöhung des Mindestlohns mehr als 700.000 Geringverdienern zu Gute. Sie werden ab dem 1. Januar 2017 etwas besser für ihre Arbeit bezahlt."

Jeder Cent steigert Kaufkraft um 70 Millionen Euro

Zudem stärke der höhere Mindestlohn die Wirtschaft und die Steuer- und Sozialsysteme: "Jeder Cent bedeutet bundesweit 70 Millionen Euro mehr Kaufkraft pro Jahr – und damit mehr Steuer- und Beitragseinnahmen."

Mehr sozialversicherte Beschäftigung nach Mindestlohn-Einführung

Der Mindestlohn sei ein voller Erfolg, so Meyer-Lauber weiter: "All jene, die Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt heraufbeschworen haben, lagen falsch. Das Gegenteil ist der Fall: Die Zahl der sozialversicherten Beschäftigten in NRW ist im ersten Jahr des Mindestlohns um 2,6 Prozent gestiegen."

 

Hier finden Sie eine DGB-Datenkarte, die zeigt: In allen Bundesländern sind die Löhne der untersten Einkommensgruppe in diversen Branchen deutlich gestiegen. Deutschlandweit hat die Beschäftigung in Branchen zugenommen, in denen der Mindestlohn für ein Lohnplus sorgte: www.dgb.de/-/gdw.


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