Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 05.09.2017

DGB NRW: Gleichstellung gehört ganz oben auf die Agenda

Für mehr Gleichberechtigung von Männern und Frauen im öffentlichen Dienst

DGB/Jörg Stüber/123rf.com

Zur heutigen Anhörung zum Landesbeamten- und zum Landesgleichstellungsgesetz erklärt Dr. Sabine Graf, stellvertretende Vorsitzende des DGB NRW:

"Die Gewerkschaften bedauern, dass CDU und FDP das Gesetz zur Frauenförderung einkassieren wollen, ohne eine tragfähige Alternative vorzulegen. Wir wissen aus vielen Untersuchungen, dass Gleichstellung im öffentlichen Dienst nicht funktioniert: Der Frauenanteil nimmt mit zunehmender Hierarchiestufe ab und besonders in den höheren Entgelt- und Besoldungsgruppen sind Frauen bisher deutlich unterrepräsentiert. Wir erwarten von der neuen Landesregierung, dass sie Frauenförderung nicht auf die lange Bank schiebt, sondern ganz oben auf ihre Agenda setzt.

Der Staat steht in der Verantwortung, mit gutem Beispiel voranzugehen und effektive Maßnahmen zur Gleichstellung von Frauen und Männern zu entwickeln. Die von CDU und FDP angekündigte Evaluation der Beurteilungsrichtlinien wird allein nicht ausreichen, um die Gleichberechtigung von Frauen und Männern im öffentlichen Dienst durchzusetzen. Vielmehr brauchen wir eine geschlechtergerechte Personalentwicklung und -qualifizierung, eine echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf und ein diskriminierungsfreies Beurteilungs- und Beförderungssystem."

 


Nach oben

Text

Themenverwandte Beiträge

Pressemeldung
Anja Weber: Von Gleichberechtigung in der Arbeitswelt kann keine Rede sein
Zur heute veröffentlichten Untersuchung des Statistischen Landesamtes zum bereinigten Gender Pay Gap in NRW erklärt Anja Weber, Vorsitzende des DGB NRW: "Der bereinigte Gender Pay Gap von 5,3 Prozent darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir von Geschlechtergerechtigkeit in der Arbeitswelt weit entfernt sind." Zur Pressemeldung
Bildergalerie
Fotos: Warnstreik im öffentlichen Dienst in NRW
Aktuell laufen die Tarifverhandlungen für die rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen. Bisher liegt kein Angebot der Arbeitgeber vor. Deshalb beteiligten sich am Dienstag Tausende Kolleginnen und Kollegen an Warnstreiks in ganz NRW, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. zur Fotostrecke …

Social Media

DGB NRW bei Facebook DGB NRW auf Twitter folgen