Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 31.08.2017

DGB NRW: Wir halten am sozialen Arbeitsmarkt fest

DGB/Simone M. Neumann

Laut den heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen sind 292.445 Menschen in NRW länger als 12 Monate ohne Job. 41 Prozent aller arbeitslos gemeldeten Personen in NRW gelten damit als langzeitarbeitslos.

"Zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit brauchen wir deutlich mehr Anstrengungen der Landes- und der Bundesregierung", fordert Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW. "Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass jeder dritte deutsche Langzeitarbeitslose in Nordrhein-Westfalen lebt." Besonders für ältere Langzeitarbeitslose müsse dringend ein sozialer Arbeitsmarkt eingerichtet werden. "Wir haben im Juni gemeinsam mit der Diakonie Eckpunkte für einen sozialen Arbeitsmarkt vorgelegt. Darin wird deutlich: Ein solcher Arbeitsmarkt kann nur Wirkung entfalten, wenn die angebotenen Jobs sozialversichert, tariflich bezahlt und unbefristet sind." Bei der bisherigen öffentlich geförderten Beschäftigung endeten die Arbeitsverhältnisse regelmäßig nach maximal zwei Jahren. "Die Erfahrung zeigt, dass wesentlich mehr Menschen den Sprung in den ersten Arbeitsmarkt schaffen würden, wenn sie mehr Zeit zur Verfügung hätten."

Die neue Landesregierung müsse deutlich machen, dass sie es mit der Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit ernst meint, so Meyer-Lauber weiter. "Wir brauchen ein schlüssiges Konzept, dass über die üblichen Maßnahmen hinausgeht." Außerdem müsse sich die Landesregierung in Berlin für eine nachhaltige Finanzierung starkmachen. "Klar ist: Einen funktionierenden sozialen Arbeitsmarkt, von dem möglichst viele Menschen profitieren, können wir nur mit Bundesmitteln aufbauen. Die Bundesregierung muss endlich den Passiv-Aktiv-Transfer ermöglichen, damit Arbeit statt Arbeitslosigkeit bezahlt werden kann."

Die Eckpunkte von DGB NRW und Diakonie für einen sozialen Arbeitsmarkt finden Sie unter dieser Pressemitteilung:


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