Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 10.07.2018

Anja Weber: Selbstbestimmtere Arbeitszeiten und Schutz vor Entgrenzung sind zwei Seiten einer Medaille

In einer aktuellen Studie weist das Institut der deutschen Wirtschaft nach, dass flexible Arbeitszeiten die Produktivität des Unternehmens und die Zufriedenheit der Beschäftigten steigern. Dazu erklärt Anja Weber, Vorsitzende des DGB NRW:

"Es entspricht der Erfahrung der Gewerkschaften, dass sich immer mehr Beschäftigte selbstbestimmtere Arbeitszeiten wünschen. Gerade Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Kinder erziehen oder Angehörige pflegen, möchten Arbeitszeiten, die zu ihrem Leben passen und Beruf und Privatleben in Einklang bringen. Dabei kann es sich um verkürzte Arbeitszeiten in einer bestimmten Lebensphase handeln oder um mehr Flexibilität durch mobiles Arbeiten und Homeoffice. Die Gewerkschaften tragen diesem Bedürfnis bereits Rechnung, indem sie in vielen Tarifverhandlungen das Thema Arbeitszeit auf die Agenda setzen.

Wichtig ist aber: Mehr Flexibilität und mehr Schutz der Beschäftigten müssen zwei Seiten einer Medaille sein. Gerade Homeoffice und mobiles Arbeiten bergen die Gefahr einer Entgrenzung der Arbeit. Sie bedeuten nur dann eine Verbesserung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, wenn es sich um reguläre Arbeitszeit und nicht um Überstunden handelt. Daher muss sichergestellt werden, dass auch außerbetrieblich geleistete Arbeit konsequent erfasst und natürlich auch vergütet wird. Außerdem muss das Recht auf Nichterreichbarkeit außerhalb der regulären Arbeitszeit dringend gestärkt werden."


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