Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 17.03.2017

DGB NRW: Wir brauchen mehr Tempo bei der Gleichstellung

Equal Pay muss kommen

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"Auch am zehnten Jahrestag des Equal Pay Day bekommen Frauen in NRW 22 Prozent weniger Lohn als Männer", sagt Stefanie Baranski-Müller, Frauensekretärin des DGB NRW. "Es ist ein Armutszeugnis, dass sich der Verdienstunterschied in den vergangenen Jahren kaum verringert hat." Zwar sei der Anteil von berufstätigen Frauen gestiegen, inzwischen gingen rund 45 Prozent einer sozialversicherten Beschäftigung nach. "Sehr viele Frauen arbeiten allerdings Teilzeit. Das ist einer der wichtigsten Gründe, warum sich die Lohnlücke nicht schließt." So seien vier von fünf Teilzeitbeschäftigten in NRW weiblich.

Recht auf befristete Teilzeit und auf Rückkehr von Teilzeit in Vollzeit nötig

Um das Tempo bei der Gleichstellung zu erhöhen, müsse die Politik für mehr Arbeitszeitsouveränität sorgen, erklärt Baranski-Müller. "Wir wollen für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein Recht auf befristete Teilzeit und ein Recht, aus der Teilzeit wieder zurück in Vollzeit zu kehren." Das werde nicht nur viele Frauen aus der Teilzeitfalle befreien. "Vielleicht trauen sich künftig auch mehr Männer, in bestimmten Lebensphasen ihre Arbeitszeit zu reduzieren und mehr Verantwortung für die Familienarbeit zu übernehmen."

Lohntransparenzgesetz muss kommen

Und noch ein Problem müsse dringend angepackt werden, so Baranski-Müller: "Noch immer verdienen viele Frauen auch bei gleicher Tätigkeit und im selben Betrieb weniger als ihre männlichen Kollegen. Daher brauchen wir ein Lohntransparenzgesetz, mit denen die Lohnstrukturen in Unternehmen regelmäßig verbindlich überprüft werden."


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