Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 11.07.2018

Anja Weber zu G8/G9: Jetzt Fachkräftelücke verhindern und mehr ausbilden!

Auszubildende in der Metallbranche

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Mit Blick auf die geplante Umstellung von G8 auf G9 fordert die Vorsitzende des DGB NRW, Anja Weber, die Unternehmen in NRW auf, jetzt mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. "In der Diskussion um G8/G9 wird ein wichtiger Punkt bisher nicht berücksichtigt: Die Rückkehr zum Abitur nach dreizehn Jahren wird erhebliche Auswirkungen auf den Ausbildungsmarkt haben. Wenn in einigen Jahren ein Abiturjahrgang komplett ausfällt, werden sich wesentlich weniger Jugendliche auf Ausbildungsplätze bewerben. Um eine Verschärfung des Fachkräftemangels zu verhindern, müssen die Unternehmen jetzt vorsorgen und deutlich mehr ausbilden."

Jeder zweite Bewerber um einen Ausbildungsplatz im IHK-Bereich habe inzwischen Abitur oder Fachabitur, erläutert die DGB-Landesvorsitzende. "Das bedeutet auch: Neben mehr Ausbildungsplätzen brauchen wir eine größere Bereitschaft der Unternehmen, auch Jugendlichen mit Hauptschulabschluss eine Chance zu geben." Hier liege die Quote im IHK-Bereich gerade einmal bei 16 Prozent. "Verändern die Betriebe ihr Rekrutierungsverhalten nicht, wird dies den Fachkräftemangel verschärfen und die Wirtschaftsleistung Nordrhein-Westfalens schwächen", so Weber.


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