Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 14.03.2018

Anja Weber: Sozialen Arbeitsmarkt in NRW zügig umsetzen

Anja Weber forder Landesregierung auf sozialen Arbeitsmarkt zügig auszubauen

Anja Weber, Vorsitzende des DGB NRW, fordert die rasche Umsetzung eines sozialen Arbeitsmarktes in NRW Thomas Range/DGB NRW

Anlässlich der heutigen Anhörung im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales zum Thema Langzeitarbeitslosigkeit fordert Anja Weber, Vorsitzende des DGB NRW, die rasche Umsetzung eines sozialen Arbeitsmarktes in NRW. "In ihrem Koalitionsvertrag haben Union und SPD auf Bundesebene endlich den Weg für einen sozialen Arbeitsmarkt freigemacht, der seinen Namen verdient. Durch jährlich 1 Milliarde Euro und den vereinbarten Passiv-Aktiv-Transfer könnten bis zu 50.000 Jobs für Langzeitarbeitslose in NRW geschaffen werden. Die Landesregierung muss sich nun dafür starkmachen, dass die Gelder schnellstmöglich vor Ort ankommen und gute Beschäftigungsverhältnisse entstehen. Das heißt: Die neu geschaffenen Jobs müssen unbefristet, sozialversichert und tariflich bezahlt sein." Vor allem die öffentliche Hand sei gefordert, Stellen auf dem sozialen Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen, sagt Weber. "Durch kluge Konzepte kann der soziale Arbeitsmarkt zur Win-win-Situation für Langzeitarbeitslose und Kommunen werden. So könnte die Attraktivität von Städten und Gemeinden zum Beispiel durch eine bessere Pflege von öffentlichen Gebäuden und Grünanlagen spürbar erhöht werden."

Während sich der soziale Arbeitsmarkt vor allem an ältere Langzeitarbeitslose richte, müsste bei den unter 35-Jährigen Bildung im Mittelpunkt stehen, fährt Weber fort. "Wir wissen, dass es ohne eine Berufsausbildung nahezu unmöglich ist, dauerhaft auf dem ersten Arbeitsmarkt zu bestehen. Dennoch enden derzeit nur ein Prozent der Maßnahmen in den Jobcentern mit einer abgeschlossenen Ausbildung. Hier muss die Landesregierung steuernd eingreifen. Die Jobcenter müssen zielgerichteter auf Ausbildung und Umschulung setzen und dafür sorgen, dass mehr Langzeitarbeitslose eine Berufsausbildung nachholen können."


Die ganze Stellungnahme des DGB NRW finden Sie unter diesem Text zum Download:

Langzeitarbeitslosigkeit reduzieren: Stellungnahme des DGB NRW (PDF, 187 kB)

Durch jährlich 1 Milliarde Euro Bundesmittel und den vereinbarten Passiv-Aktiv-Transfer könnten bis zu 50.000 Jobs für Langzeitarbeitslose in NRW geschaffen werden. Die Landesregierung muss sich nun dafür starkmachen, dass die Gelder schnellstmöglich vor Ort ankommen und gute Beschäftigungsverhältnisse entstehen. Das heißt: unbefristet, sozialversichert und tariflich bezahlt.


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