Deutscher Gewerkschaftsbund

23.02.2018

Sabine Graf: Grenzüberschreitende Arbeit verbessern!

Zur heutigen Anhörung im Ausschuss für Europa und Internationales erklärt Sabine Graf, stellvertretende Vorsitzende des DGB NRW:

"Der DGB NRW begrüßt den Plan der Regierungsfraktionen, die grenzüberscheitende Zusammenarbeit mit den Niederlanden und Belgien zu vertiefen. Leider kommt der Antrag über eine Problembeschreibung kaum hinaus, es fehlt an konkreten Lösungsangeboten. Aktuell arbeiten rund 5.300 Belgier und 8.300 Niederländer in Nordrhein-Westfalen, darunter 180 Auszubildende. Umgekehrt sind es geschätzt 30.000 Bürgerinnen und Bürger aus NRW, die in den Niederlanden arbeiten. Diese Menschen haben tagtäglich mit unnötigen bürokratischen Hürden auf der einen und fehlenden Regelungen auf der anderen Seite zu kämpfen, die ihren Arbeitsalltag erschweren.

So fehlt es vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern an Klarheit, worauf sie sich einlassen, wenn sie im Nachbarland arbeiten. Die Landesregierung muss dafür sorgen, dass sie eine fundierte, individuelle Beratung bei Fragen von Sozialversicherungsansprüchen, Arbeitsrecht, Verdienstmöglichkeiten und Tarifverträgen bekommen. Darüber hinaus mangelt es an einem passgenauen Weiterbildungsangebot, das die jeweilige Arbeitssprache vermittelt und vertieft. Eine deutliche Verbesserung des grenzüberschreitenden Personennahverkehrs und ein einheitliches ÖPNV-Tickets würde den Pendlerinnen und Pendlern zudem den Weg zur Arbeit erheblich erleichtern.

Um die Zusammenarbeit der Länder weiter voranzutreiben, macht es Sinn, vor allem die grenzüberschreitende Ausbildung zu fördern. Dazu sind Ausbildungsprojekte ebenso geeignet wie Kooperationsmodelle zwischen Berufskollegs in NRW und den Nachbarländern. Und natürlich muss gewährleistet werden, dass Berufsabschlüsse unbürokratisch in beiden Ländern anerkannt werden. Teure Anerkennungsverfahren sind unnötige Hürden, die weder Arbeitgebern noch Arbeitnehmern nutzen."

Die ganze Stellungnahme des DGB NRW finden Sie hier zum Download.

Grenzüberschreitendes Arbeiten: Stellungnahme des DGB NRW (PDF, 312 kB)

Der DGB NRW begrüßt den Plan der Regierungsfraktionen, die grenzüberscheitende Zusammenarbeit mit den Niederlanden und Belgien zu vertiefen. Leider kommt der Antrag über eine Problembeschreibung kaum hinaus, es fehlt an konkreten Lösungsangeboten.


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