Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 01.09.2015

40 Jahre gemeinsame Geschichte: DGB und israelischer Gewerkschaftsdachverband Histadrut feiern Freundschaft – Zusammentreffen mit Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in Düsseldorf

Vor 40 Jahren schlossen der israelische Gewerkschaftsverband Histadrut und der Bundesvorstand des DGB ihr Partnerschaftsabkommen. Seitdem sind die Beziehungen gewachsen und vertieft worden. Nordrhein-Westfalen war und ist Vorreiter mit einem umfangreichen Programm: Jedes Jahr besuchen sich mehrere Jugenddelegationen aus beiden Ländern. Hunderte deutsche und israelische Jugendliche – jüdische wie arabische – haben sich so kennengelernt und zur Völkerverständigung beigetragen.

Anlässlich des langen gemeinsamen Wegs empfängt der DGB in dieser Woche eine Delegation des israelischen Gewerkschaftsbundes. Neben politischen Gesprächen findet am Abend eine Festveranstaltung in Düsseldorf statt.

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft begrüßt den Beschluss des DGB und der Histadrut, noch enger zusammenzuarbeiten. Mit dem Vorsitzenden des DGB NRW, Andreas Meyer-Lauber, und dem Vorsitzenden der Histadrut, Avi Nissenkorn, tauschte sie sich im Beisein der israelischen Botschafters Yakov Hadas-Handelsman heute Mittag in Düsseldorf über die Kooperationsmöglichkeiten der Gewerkschaften aus. Ferner ging es um die Folgen der Digitalisierung für die moderne Arbeitswelt.

Ministerpräsidentin Kraft: „Ich habe Anfang August in Tel Aviv gesehen, welche Chancen im Hightech-Land Israel durch die Digitalisierung für die Schaffung neuer Arbeitsplätze entstehen. Das hat mich stark beeindruckt. Andererseits wird es unsere gemeinsame Herausforderung sein, den digitalen Wandel so zu gestalten, dass die Arbeitsbedingungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fair sind.“

Die Ministerpräsidentin sieht in der Kooperation der Gewerkschaften einen wichtigen Pfeiler der besonderen Beziehungen Nordrhein-Westfalens zu Israel. Kraft: „Partnerschaft lebt vom Engagement. Die Gewerkschaften leisten einen wichtigen Beitrag dafür, dass die Zusammenarbeit mit Israel gut und lebendig ist.“ Die Beziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und Israel sind traditionell sehr eng.

„Ich freue mich über den Besuch aus Israel! Angesichts der aktuellen Lage in unserem Land ist das Engagement gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit wichtiger denn je. Die Gewerkschaften können nur erfolgreich sein, wenn sie international zusammenarbeiten“, so Andreas Meyer-Lauber.

„Deutschland und Israel verbindet eine besondere Beziehung, wie es sie sonst auf der Welt nicht gibt. Durch diese gemeinsame Geschichte und unsere Erfahrungen behalten wir die stete Erinnerung an unsere Vergangenheit und haben gleichzeitig eine gemeinsame Gegenwart und hoffnungsvolle Zukunft geschaffen. Unsere gegenseitige Solidarität und Unterstützung haben uns beide stärker gemacht. Unsere Gewerkschaften haben voneinander gelernt und sich gegenseitig unterstützt, wann immer es möglich war. Ich hoffe, dass unsere Beziehungen noch intensiver werden, in gegenseitiger Solidarität, Respekt und Freundschaft“, sagte Avi Nissenkorn.


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