Deutscher Gewerkschaftsbund

28.01.2018

Metall- und Elektroindustrie: IG Metall NRW ruft zu 24-Stunden-Warnstreiks auf

Die Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie sind abgebrochen worden, nachdem die Gespräche in Baden-Württemberg am 27. Januar gescheitert sind. Nächste Woche beginnen nun ganztägige Warnstreiks sowie Urabstimmungen über Flächenstreiks. Unter dem Motto Miteinander für morgen fordert die IG Metall in der aktuellen Tarifrunde eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 6 Prozent sowie eine Wahloption bei der Arbeitszeit. Rund 930.000 Beschäftigte haben bereits bundesweit in kurzfristigen Warnstreiks im Januar ihren Forderungen Nachdruck verliehen, darunter 130.000 nordrhein-westfälische Kolleginnen und Kollegen.

Pressestatement des IG Metall-Vorstands vom 27. Januar 2018
Für Arbeitszeiten, die zum Leben passen

Beschäftigte sollen ihre Arbeitszeit ohne Begründungszwang auf bis zu 28 Stunden in der Woche für einen Zeitraum von bis zu 24 Monaten reduzieren und anschließend wieder auf ihre frühere Arbeitszeit zurückkehren können. Damit will die IG Metall mehr Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit für alle Beschäftigten erreichen. Denn Arbeitszeiten müssen zum Leben passen.

Arbeitgeber provozieren Warnstreiks in der Metallindustrie

Die Arbeitgeberseite hat in den bisherigen Verhandlungsrunden nur 2 Prozent mehr Geld und eine Einmalzahlung von 200 Euro geboten. Alle anderen Forderungen wurden ignoriert. Das trage in keiner Weise der sehr guten wirtschaftlichen Situation der Branche Rechnung, so Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall NRW und Verhandlungsführer in Nordrhein-Westfalen. Am 8. Januar 2018 haben deshalb u.a. in NRW die Warnstreiks begonnen, die auch nach der dritten Verhandlungsrunde am 18. Januar weiter andauerten.

Mitten in der Nacht starten Metaller am 8. Januar 2018 die Warnstreiks bei Kirchhoff in Iserlohn

Um Mitternacht haben Metaller am 8. Januar die Warnstreiks bei Kirchhoff in Iserlohn gestartet Thomas Range

24-Stunden-Streiks drohen bundesweit

Nachdem die fünfte Tarifverhandlung in Baden-Württemberg am 27. Januar ergebnislos beendet wurde, hat der Vorstand der IG Metall beschlossen, Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie bereits in der nächsten Woche zu ganztägigen Warnstreiks aufzurufen. Außerdem sollen Urabstimmungen über Flächenstreiks vorbereitet werden.

Rund 138.000 legen in NRW ihre Arbeit nieder

Schon seit dem 8. Januar haben über 930.000 Kolleginnen und Kollegen ihre Arbeit kurzzeitig niedergelegt. Alleine in Nordrhein-Westfalen beteiligten sich 138.000 Beschäftigte aus 977 Betrieben an den Warnstreiks.

 

Die aktuellsten IG Metall-Infos zur Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie 2018

Medien zur Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie 2018:


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Aktuelles

Me­tall-Ta­ri­fab­schluss auch in NRW

Heute haben sich IG Metall NRW und Arbeitgeberverband Metall NRW geeinigt, den Pilotabschluss der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg für Nordrhein-Westfalen zu übernehmen. Dadurch profitieren 700 000 Kolleginnen und Kollegen der Branche in NRW u.a. von 4,3 Prozent mehr Geld und der Möglichkeit, für zwei Jahre ihre Arbeitszeit zu reduzieren.

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Thomas Range
IG Me­tall er­zielt Ab­schluss in Ba­den-Würt­tem­berg – Über­nah­me­ver­hand­lun­gen in NRW an Ascher­mitt­woch

Mit dem Verhandlungsergebnis in Baden-Württemberg ist der IG Metall ein Durchbruch für eine moderne Arbeitszeitpolitik gelungen. Laut IG Metall NRW findet die Übernahmeverhandlung für Nordrhein-Westfalen am 14. Februar statt. Erfahren Sie mehr zum Tarifabschluss in Baden-Württemberg.

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DGB/Simone M. Neumann
IG Me­tall-Kol­le­gin­nen und -Kol­le­gen le­gen Pro­duk­ti­on bei Ford lahm

Am 1. Februar hat die IG Metall in rund 22 Betrieben in Nordrhein-Westfalen ganztägige Warnstreiks organisiert. Der Schwerpunkt lag in der Automobil- und Zulieferindustrie. Dabei war Ford in Köln mit rund 17.000 Mitarbeitern der größte Betrieb.

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DGB NRW
IG Me­tall hat 24-Stun­den-Warn­streiks in NRW ge­st­ar­tet

Am Wochenende sind die Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie gescheitert. Als Antwort hat die IG Metall zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. Alleine in Nordrhein-Westfalen werden sich voraussichtlich 65.000 Beschäftigte in dieser Woche beteiligen.

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Thomas Range

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