Deutscher Gewerkschaftsbund

19.01.2018

Metall- und Elektroindustrie: IG Metall fordert mehr Geld und Wahloption bei Arbeitszeit

Die Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie laufen. Unter dem Motto Miteinander für morgen fordert die IG Metall eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 6 Prozent sowie eine Wahloption bei der Arbeitszeit. Knapp 600.000 Beschäftigte haben bundesweit in Warnstreiks im Januar ihren Forderungen Nachdruck verliehen, darunter 73.000 nordrhein-westfälische Kolleginnen und Kollegen.

Für Arbeitszeiten, die zum Leben passen

Beschäftigte sollen ihre Arbeitszeit ohne Begründungszwang auf bis zu 28 Stunden in der Woche für einen Zeitraum von bis zu 24 Monaten reduzieren und anschließend wieder auf ihre frühere Arbeitszeit zurückkehren können. Damit will die IG Metall mehr Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit für alle Beschäftigten erreichen. Denn Arbeitszeiten müssen zum Leben passen.

Arbeitgeber provozieren Warnstreiks in der Metallindustrie

Die Arbeitgeberseite hat in den bisherigen Verhandlungsrunden nur 2 Prozent mehr Geld und eine Einmalzahlung von 200 Euro geboten. Alle anderen Forderungen wurden ignoriert. Das trage in keiner Weise der sehr guten wirtschaftlichen Situation der Branche Rechnung, so Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall NRW und Verhandlungsführer in Nordrhein-Westfalen. Am 8. Januar 2018 haben deshalb u.a. in NRW die Warnstreiks begonnen, die auch nach der dritten Verhandlungsrunde am 18. Januar weiter andauern. "Die Arbeitgeber haben die Warnstreiks mit ihrem bisherigen Verhalten am Verhandlungstisch provoziert", so Giesler im Vorfeld. Am 25. Januar wird die Tarifkommission der IG Metall über das weitere Vorgehen beraten. Ab Ende Januar sind dann 24-Stunden-Warnstreiks möglich.

Mitten in der Nacht starten Metaller am 8. Januar 2018 die Warnstreiks bei Kirchhoff in Iserlohn

Um Mitternacht haben Metaller am 8. Januar die Warnstreiks bei Kirchhoff in Iserlohn gestartet Thomas Range

Zehntausende legen in NRW ihre Arbeit nieder

Alleine am 9. Januar haben über 31.000 Kolleginnen und Kollegen ihre Arbeit in 140 nordrhein-westfälischen Betrieben niedergelegt. Bis zum Ende der ersten Woche waren so 73.000 Metaller im Warnstreik und auch in der zweiten Woche legen erneut Tausende ihre Arbeit nieder.

Als nächster Verhandlungstermin wurde der 31. Januar vereinbart.

Die aktuellsten IG Metall-Infos zur Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie 2018

Medien zur Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie 2018:


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