Deutscher Gewerkschaftsbund

31.01.2018

IG Metall hat 24-Stunden-Warnstreiks in NRW gestartet

Bei ThyssenKrupp Rothe Erde in Lippstadt fand am 30. Januar einer der ersten ganztägigen Warnstreiks statt

Bei ThyssenKrupp Rothe Erde in Lippstadt fand am 30. Januar einer der ersten ganztägigen Warnstreiks statt Thomas Range

Bis zum 27. Januar gab es zähe Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und der IG Metall um einen neuen Tarif in der Metall- und Elektroindustrie. Doch die Gespräche scheiterten. Die Gewerkschaft konnte keine Absicht zur Einigung auf Arbeitgeberseite erkennen. Als Antwort hat die IG Metall nun ganztägige Warnstreiks gestartet. Alleine in Nordrhein-Westfalen ruft die größte Gewerkschaft Deutschlands mehr als 65.000 Beschäftigte auf, ihre Arbeit für 24 Stunden ruhen zu lassen. Fast 70 Betriebe im Bundesland werden von den Warnstreiks betroffen sein.

Das fordert die IG Metall in der aktuellen Tarifrunde

  • Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 6 Prozent
  • Wahloption bei der Arbeitszeit:
    • Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf bis zu 28 Stunden für bis zu 24 Monaten
    • Anspruch anschließend auf Rückkehr zur ursprünglichen Arbeitszeit
    • Entgeltzuschuss bei Schichtarbeit oder anderen belastetenden Arbeitszeit sowie bei Beschäftigten, die sich um Kinder und die Pflege Angehöriger kümmern

Bundesweit würden rund 3,9 Millionen Beschäftigte von dem Tarif profitieren, in NRW etwa 700.000. Die IG Metall fordert eine Laufzeit von 12 Monaten.

  

So geht's weiter in den Metall-Tarifverhandlungen

Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, sagte am Montag, dass er die Verhandlungen grundsätzlich fortsetzen will: "Wir wollen zurück an den Verhandlungstisch. Aber das macht nur Sinn, wenn die Arbeitgeber sich deutlich bewegen und ein für uns machbares und zumutbares Angebot machen." Gleichzeitig machte er klar: Zeigen die Arbeitgeber keinen Einigungswillen bei allen drei Themen – also beim Geld, beim Anspruch auf eine befristete Arbeitszeitreduzierung und beim Zuschuss für bestimmte Beschäftigtengruppen – wird die Gewerkschaft Urabstimmungen über unbefristete Streiks abhalten.

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