Deutscher Gewerkschaftsbund

23.02.2017

"Wir hoffen, dass die Teilnehmerinnen mit einem Koffer voller neuer Ideen nach NRW zurückkehren"

Die Jugendbildungsreferentinnen Mina Schellschläger (l.) und Saida Ressel (r.) organisieren im Rahmen des Projekts "Constanze" vom 31. März bis 2. April 2017 eine Fahrt nach Berlin. Welche Voraussetzungen Teilnehmerinnen erfüllen müssen und warum es überhaupt in die Hauptstadt geht – das erzählt Mina in diesem Interview.

Die Jugendbildungsreferentinnen Mina Schellschläger (l.) und Saida Ressel (r.) bieten im Rahmen des Projekts "Constanze" vom 31. März bis 2. April 2017 eine Fahrt nach Berlin an.

Mina Schellschläger (l.) und Saida Ressel (r.) bereiten die Berlinfahrt vor DGB NRW

Das Projekt "Constanze" der DGB-Jugend und der DGB-Frauen in NRW beschäftigt sich mit der Diskriminierung von Frauen in unserer Gesellschaft. Jetzt bietet ihr im Rahmen dieses Projekts eine Fahrt nach Berlin an. Warum geht’s in die Hauptstadt?

Mina Schellschläger: Die Fahrt ist ein Experiment für uns. Wir möchten weg von der üblichen Seminar-Atmosphäre und jungen Frauen die Möglichkeit geben, gemeinsam neue Aktionsformen und Strategien zu entwickeln. Wir wollen uns außerdem mit feministischen Initiativen und anderen Gruppen aus Berlin austauschen, die sich mit frauen- und genderpolitischen Themen beschäftigen.

Habt ihr schon konkrete Gruppen im Blick?

Mina Schellschläger: Ja, wir besuchen zum Beispiel die Redakteurinnen des feministischen Missy Magazines an ihren Arbeitsplätzen. Außerdem steht ein Austausch mit Musikerinnen auf dem Programm, die sich in der männlich dominierten Hip Hop-Szene bewegen. Dann treffen wir auch die Initiative "Respekt Berlin", die Migrantinnen in der bezahlten Hausarbeit organisiert. Und natürlich möchten wir auch hinter die Kulissen des DGB-Projekts Was verdient die Frau schauen. Uns ist wichtig, den Teilnehmerinnen während des Programms immer auch viel Raum für die Vernetzung und eigene Ideen zu geben.

Wer kann mitfahren?

Mina Schellschläger: Wir haben uns bewusst dazu entschieden, die Fahrt nur für Frauen auszuschreiben. Die Teilnahme ist außerdem nur bis zu einem Alter von einschließlich 26 Jahren möglich.

Wie können sich Interessierte anmelden, die diese Herausforderungen erfüllen?

Mina Schellschläger: Sie sollten einfach ihre Jugendbildungsreferentinnen und -referenten vor Ort ansprechen. Unser Ziel ist es, eine gemischte Gruppe mit jungen Frauen aus ganz NRW mit nach Berlin zu nehmen.

Wie geht’s danach weiter mit "Constanze"?

Mina Schellschläger: Das ist eine spannende Frage! Wie es mit "Constanze" weiter geht, hängt ja gerade auch vom Verlauf der Fahrt ab. Wie gesagt: Die Berlin-Fahrt ist für uns ein Experiment und somit auch ein Stück weit ergebnisoffen. Wir erhoffen uns natürlich, dass die Netzwerke, die während des Wochenendes entstehen über die Fahrt hinaus wirken und die Teilnehmerinnen motiviert und mit einem Koffer voller neuer Ideen nach NRW zurückkehren. Wir rechnen fest damit, dass die Strategien, die die jungen Frauen in Berlin gemeinsam entwickeln, ihren Weg zurück in die Regionen finden – also in die alltägliche Arbeit unserer Gremien vor Ort.


Mehr zum Thema

Termin-Details mit Ausschreibung der Fahrt nach Berlin

Projekt-Seite von "Constanze"


Nach oben

Top Links

Social Media

DGB NRW bei Facebook DGB NRW auf Twitter folgen