Deutscher Gewerkschaftsbund

15.02.2017

"Schule ohne Rassismus – Schule mit Couarage" wird in NRW verlängert

Das in Nordrhein-Westfalen sehr erfolgreiche Projekt Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage wird um weitere vier Jahre bis einschließlich 2020 fortgeführt. Schulministerin Sylvia Löhrmann hat am 13. Februar 2017 gemeinsam mit den Kooperationspartnern – Andreas Meyer-Lauber (Deutscher Gewerkschaftsbund NRW), Dorothea Schäfer (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft NRW) und Christiane Bainski (Landesweite Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren) – im Schulministerium eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.

Bildungsministerin Sylvia Löhrmann (5.v.l.), Andreas Meyer-Lauber (DGB NRW, 1.v.l.), Dorothea Schäfer (GEW NRW, 4.v.l.) und Christiane Bainski (Landesweite Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren, 2.v.l.) verlängern "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Bildungsministerin Sylvia Löhrmann (5.v.l.), Andreas Meyer-Lauber (DGB NRW, 1.v.l.), Dorothea Schäfer (GEW NRW, 4.v.l.) und Christiane Bainski (Landesweite Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren, 2.v.l.) verlängern "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW

Ministerin Löhrmann sagte: "Über 600 NRW-Schulen setzen durch ihre Teilnahme im Netzwerk 'Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage' das eindeutige Zeichen, dass Ausgrenzung und Diskriminierung mit unserem demokratischen Selbstverständnis unvereinbar sind. Sie zeigen die Haltung, die eine demokratische Gesellschaft jederzeit selbstbewusst betonen muss: null Toleranz für Fremdenfeindlichkeit! Ich freue mich deshalb sehr über das weitere Engagement aller Kooperationspartner für dieses wichtige Projekt."

Klares Bekenntnis zu Demokratie, Respekt und Solidarität

Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender Deutscher Gewerkschaftsbund NRW, betonte: "'Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage' ist aktueller denn je. Gerade in Zeiten, in denen Rechtspopulismus wieder salonfähig wird, brauchen wir ein klares Bekenntnis zu Demokratie, Respekt und Solidarität. Gleichzeitig ist antirassistische Bildungsarbeit für viele Jugendliche der Türöffner zu gesellschaftlichem und politischem Engagement."

Dorothea Schäfer, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Nordrhein-Westfalen, erklärte: "Wir begrüßen, dass wir zusammen mit der Landesweiten Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren, LaKI, durch die neue Bildung eines Trägerverbunds für die Landeskoordination NRW stärker in das Projekt, das die GEW NRW schon lange unterstützt, einbezogen werden. Es ist gut, dass die wichtigen Qualifizierungsmaßnahmen in der Verantwortung des DGB-Bildungswerkes eine Fortsetzung finden. Die Ziele des Projekts sind gerade heute von hoher Bedeutung für die Lehrkräfte, die mit Schülerinnen und Schülern arbeiten, und sich für eine Schule ohne Rassismus einsetzen."

Christiane Bainski, Leiterin Landesweite Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren, unterstrich: "Bei 'Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage' geht es darum, einen Beitrag zu einer gewaltfreien, demokratischen Gesellschaft zu leisten, Zivilcourage zu entwickeln und ein Schulklima zu schaffen, in dem 'anders sein' als Normalfall akzeptiert wird. Die Schülerinnen und Schüler schaffen auf diese Weise ein Klima der gegenseitigen Achtung und der Anerkennung. Angesichts der Zunahme rassistisch motivierter Gewalttaten und rechtspopulistischer Einstellungen in der Gesellschaft kann man die Bedeutung dieser Arbeit nicht hoch genug einschätzen."

Rund jede 4. Schule in NRW macht mit

An "Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage" bekennen sich Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Eltern, Lehrkräften und anderen schulischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu Toleranz und wenden sich gegen die Diskriminierung von Minderheiten aufgrund von Religion, sozialer Herkunft, des Geschlechts, körperlicher Merkmale, der politischen Weltanschauung oder der sexuellen Orientierung. Schulen im Netzwerk erhalten das entsprechende Gütesiegel "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage".

"Das Projekt 'Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage' ist in Nordrhein-Westfalen von der ersten Minute an auf fruchtbaren Boden gestoßen", hob Schulministerin Löhrmann hervor und erklärte: "Die Entwicklung, die mit der deutschlandweit allerersten Teilnehmerschule vor über 20 Jahren in Dortmund begann, hat besonders in NRW einen großartigen Verlauf genommen. Heute ist rund jede vierte 'Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage' in Nordrhein-Westfalen."


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