Deutscher Gewerkschaftsbund

24.04.2015
Wir haben die Ehre mit...

Ralf Köpke: "Ich bin ein totaler Gerechtigkeitsfanatiker!"

Der ehrenamtliche Vorsitzende des Stadverbands Krefeld erklärt, warum er ehrenamtlich für den DGB NRW aktiv ist

Ralf Köpke, ehrenamtlicher Vorsitzender des DGB-Stadtverbands Krefeld, im Büro der IG Metall Krefeld.

Ralf Köpke, ehrenamtlicher Vorsitzender des DGB-Stadtverbands Krefeld, im Büro der IG Metall Krefeld. DGB NRW

"Heute bin ich seit knapp 13 Jahren Vorsitzender des DGB-Stadtverbands Krefeld. Ich hab einfach Lust auf diese Arbeit. Für mich war auch klar, wenn ich mich ehrenamtlich engagiere – dann für den DGB. Denn der ist das politische Sprachrohr der einzelnen Gewerkschaften. Und ich habe ein großes Interesse an Kommunalpolitik. Das passt wunderbar zusammen: Ich will politisch etwas verändern und als DGB sind wir gut vertreten in der Kommune. Ich will den DGB einfach hier mit meinen Kolleginnen und Kollegen nach vorne bringen. Und das haben wir in den 13 Jahren, glaube ich, gut geschafft: Trotz ehrenamtlichen Vorstands sind wir in allen Gremien in Krefeld. Wir haben uns richtig festgesetzt. Das macht Spaß!

Der Reiz ist, seine Stimme erheben zu können und im kleinen Rahmen Veränderungen herbeiführen zu können. Dafür dass ich nicht bei einer Partei, sondern beim DGB aktiv bin, gibt es einen Grund: Ich bin ein totaler Gerechtigkeitsfanatiker und kann es nicht aushalten, wenn Leute ungerecht behandelt werden – egal an welcher Stelle, ob im Betrieb, in der Verwaltung, in der Schule oder wo auch immer. Ich will etwas verändern, mich einmischen, meine Stimme erheben und sagen: Ich finde das ungerecht; das muss geändert werden. Das kann man hier als DGB gut. Wir sind parteipolitisch unabhängig, eine wirkliche Interessenvertretung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Das bedeutet auch, dass wir uns manchmal gegen Parteien stellen müssen. Damit habe ich kein Problem. Ich stelle mich gegen alle Parteien, wenn hier Sachen nicht richtig laufen. Ich glaube, dass wir als Gewerkschaften genau da hineinstoßen müssen und sagen müssen: Halt, das ist nicht in Ordnung! Das ist nicht gerecht, das geht anders.

Frustrierend ist natürlich, wenn wir Forderungen aufstellen, die politisch aber alle gekippt werden. Man muss damit leben können, dass man mit seinen politischen Vorstellungen auch mal scheitert. Es gibt aber immer wieder einen Kitzel, der einen dazu bringt, weiterzumachen. Das ist keine persönliche Eitelkeit, sondern unsere Überzeugung, dass das, was wir vertreten, richtig ist. Irgendwie müssen wir schaffen, dass das umgesetzt wird. Deshalb müssen wir weiter machen, um auch wirklich eine Veränderung zu erreichen!"

Ralf Köpke, 54, ist ehrenamtlicher Vorsitzender des Stadtverbands Krefeld. Hauptamtlich arbeitet er als Gewerkschaftssekretär der IG Metall Krefeld.

In der Serie "Wir haben die Ehre mit..." stellen wir regelmäßig Ehrenamtliche des DGB NRW vor.


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