Deutscher Gewerkschaftsbund

31.01.2012

Pflege - ortsnah, solidarisch und am Menschen orientiert

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

die Pflegeversicherung steht für Fortschritt im deutschen Sozialstaat: 

Sie hat die Situation der pflegebedürftigen Menschen maßgeblich verbessert und hunderttausende von qualifizierten Arbeitsplätzen ermöglicht. Sie erleichtert Familienangehörigen die häusliche von Angehörigen und hat damit auch familienpolitisch einen hohen Wert. Sie hat sich erfolgreich etabliert und muss sich in Zukunft vielen Herausforderungen stellen.

Eines ist schon heute klar: Der Pflegebedarf wird kontinuierlich steigen und damit werden auch die Ausgaben kontinuierlich steigen. Die Antwort der Bundesregierung auf dieses drängende Problem ist die Privatisierung des Pflegerisikos. Aus Sicht der Gewerkschaften liegt der Königsweg in einem solidarischen Gesundheitssystem, sowohl auf der Leistungsseite als auch auf der Finanzierungsseite.

Im Mittelpunkt der Pflege steht der Mensch. Doch die Situation des Pflegepersonals ist durch hohe psychische und physische Belastung bei vergleichsweise geringer Entlohnung gekennzeichnet. Viele gelernte Altenpflegerinnen und Altenpfleger verlassen nach wenigen Jahren enttäuscht und ausgebrannt den Beruf. Dabei werden voraussichtlich 2025 über 150.000 Pflegekräfte im Gesundheitssystem fehlen.

Die Kernfragen lauten deshalb: Wie kann die Pflegeversicherung dauerhaft auf ein solides, solidarisches Fundament gestellt werden? Wie können die Pflegeberufe aufgewertet und die Arbeitssituation der Beschäftigten verbessert werden? Wie kann die Entsolidarisierung der Pflegeversicherung verhindert werden? 

Über diese zentralen Fragen werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit unseren Expertinnen und Experten aus Gewerkschaften, Politik und Altenpflege diskutieren. Wir laden hierzu herzlich ein.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Sabine Graf
Stellv. Vorsitzende des DGB Bezirk NRW 


P R O G R A M M

 

der Fachtagung am 12. März 2012, 18.00 Uhr - 20.00 Uhr

im Reinoldium - Haus der Evangelischen Kirche in Dortmund,

kleiner Saal, Schwanenwall 34, 44135 Dortmund

 

 

 

 

18.00 Uhr

Eröffnung und Begrüßung

Andreas Meyer-Lauber

DGB Bezirksvorsitzender NRW

 

 

18.15 Uhr

Talk-Runde mit:

 

Annelie Buntenbach

Mitglied des
Geschäftsführenden Bundesvorstandes des DGB

 

Barbara Steffens,

Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und
Alter des Landes NRW

 

Sylvia Bühler
Landesfachbereichsleiterin „Gesundheit, Wohlfahrt
und Kirchen“, ver.di-Landesbezirk NRW

 

Hubert Kleff, MdL
Gesundheitspolitischer Sprecher
der CDU-Landtagsfraktion

 

Martin Litsch,

Vorsitzender des Vorstandes der AOK Nordwest

 

Helmut Wallrafen-Dreisow,

Geschäftsführer Sozialholding der

Stadt Mönchengladbach

 

Moderation:
Beate Kowollik
Journalistin
 

20. 00 Uhr               Schlusswort:
   Dr. Sabine Graf
   Stellv. Vorsitzende des DGB NRW

 

 

Im Anschluss an die Veranstaltung laden wir Sie herzlich zu einem Imbiss ein.

 


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