Deutscher Gewerkschaftsbund

20.03.2013

Beamte starten Mahnwache vor dem Landtag

Angesichts der Entscheidung der Landesregierung, den Tarifabschluss im öffentlichen Dienst nicht 1:1 auf die Beamtinnen und Beamten zu übertragen, hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) zu einer dreitägigen Mahnwache vor dem Düsseldorfer Landtag aufgerufen. Ver.di und GEW beteiligen sich an der Aktion. Fest steht: Das Vorhaben der Landesregierung trifft auf absolutes Unverständnis des DGB NRW und seiner Gewerkschaften. Es ist ein Skandal, dass lediglich für die Besoldungsgruppen bis A10 eine zeit- und inhaltsgleiche Übertragung geplant ist, während Beschäftigte in A11 und A12 nur mit einem Lohnzuwachs von einem Prozent rechnen können. Über 98.000 Beschäftigte, die A13 oder höher eingruppiert sind, sollen komplett leer ausgehen. Die Beamtinnen und Beamten haben großes Vertrauen in die Regierung Kraft gesetzt, dass die Zeiten der Sonderopfer beendet sind. Dieses Vertrauen wurde gebrochen.

Die Mahnwache hat am Mittwoch, 20.03.2013 begonnen und wird bis Freitag, 22.03.2013 fortgesetzt. Für Freitag ist zudem ein Verhandlungsgespräch der Spitzen von DGB, ver.di, GEW und GdP mit NRW-Finanzminister Walter-Borjans geplant.

Beim Start der Mahnwache waren die Landesvorsitzenden von GdP und GEW, Arnold Plickert und Dorothea Schäfer, sowie der stellvertretende Landesvorsitzende von ver.di, Ulrich Dettmann, vor Ort.


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Dieser Artikel gehört zum Dossier:

Besoldungs- und Versorgungsanpassungsgesetz 2013/2014

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