Deutscher Gewerkschaftsbund

07.09.2018

NRZ: Ein "Sozialer Arbeitsmarkt" mit Webfehlern

Anja Weber kritisiert Ausgestaltung des Teilhabechancengesetzes

Anja Weber, Vorsitzende DGB NRW Thomas Range, DGB NRW

Am 7. September hat die NRZ über die Einführung eines sozialen Arbeitsmarkts berichtet. Mithilfe des Teilhabechancengesetzes plant die Bundesregierung künftig Milliarden zu investieren, um Langzeitarbeitslosigkeit zu reduzieren. Neue Instrumente sind nötig: Denn trotz guter Konjunktur und generell sinkender Arbeitslosigkeit, verringert sich die Zahl der Langzeitarbeitslosen nicht. Alleine in Nordrhein-Westfalen sind mehr als 270 000 Menschen länger als ein Jahr arbeitslos.

Kritik an Teilhabechancengesetz: Benachteiligung tarifgebundener Unternehmen befürchtet

In dem Artikel informiert die NRZ über die Erfahrungen der Stadt Essen, die als Modellkommune bereits ein Landesprogramm für Langzeitarbeitslose realisiert hat. Außerdem kommen verschiedene Fachleute zu Wort. Sie üben Kritik an dem Bundesprogramm, auch DGB NRW-Vorsitzende Anja Weber. Sie kritisiert, dass Arbeitgeber nur einen Lohnkostenzuschuss bis zur Höhe des Mindestlohns erhalten sollen: "Das setzt vollkommen falsche Signale, da so tarifgebundene Unternehmen benachteiligt und Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor ausgebaut werden." Der DGB NRW fordert, dass der soziale Arbeitsmarkt unbefristete, sozialversicherte und tariflich bezahlte Arbeitsplätze schafft.

Lesen Sie den ganzen Artikel auf www.nrz.de


Nach oben

Themenverwandte Beiträge

Datei
Arbeitsmarkt Aktuell Juli 2019
Die Arbeitslosigkeit sinkt. Insbesondere bei Langzeitarbeitslosen gibt es hohe Rückgänge. Allein 6.400 haben aktuell eine Stelle im sozialen Arbeitsmarkt erhalten. Für mindestens 15.000 Stellen reichen die finanziellen Mittel in diesem Jahr. Unternehmen und Kommunen haben da noch viel Luft nach oben, um zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. weiterlesen …
Pressemeldung
DGB NRW: Jetzt den sozialen Arbeitsmarkt umsetzen!
Der Arbeitsmarkt in NRW bleibt tief gespalten. Der Anteil derer, die für lange Zeit auf Hartz IV angewiesen sind, bleibt erschreckend hoch: 40 Prozent der gemeldeten Arbeitslosen sind langzeitarbeitslos. Deshalb muss der soziale Arbeitsmarkt zügig Fahrt aufnehmen und eine neue Qualität erreichen. Die langzeitarbeitslosen Frauen und Männer brauchen eine dauerhafte, existenzsichernde berufliche Perspektive. Zur Pressemeldung

Top-Links