Deutscher Gewerkschaftsbund

16.02.2018

Zwei Drittel gehen krank arbeiten: WDR berichtet über DGB-Studie

Kranke Beschäftigte im Büro mit Taschentuch

Kranke Kolleginnen und Kollegen im Büro – leider kein seltener Anblick Colourbox.de

Die repräsentativen Ergebnisse des DGB-Index Gute Arbeit zeigen: 67 Prozent der Beschäftigten in Deutschland gingen 2017 trotz Krankheit arbeiten. Der WDR hat am 15. Februar über die Studienergebnisse berichtet.

"Gesundheitsprämie" bestraft kranke Beschäftigte doppelt

Die WDR-Sendung Aktuelle Stunde stellt u.a. ein Dortmunder Unternehmen vor, dass eine "Gesundheitsprämie" zahlt. Haben Beschäftigte keine Fehltage, erhalten sie 1 000 Euro extra. Im Fernsehbeitrag macht die DGB NRW-Vorsitzende Anja Weber klar: "Das ist eine richtige Gemeinheit." Wer krank sei, werde so doppelt bestraft. Zudem würden die Prämien häufig in Bereichen bezahlt, wo die Menschen besonders auf das Geld angewiesen seien.

Trotz Krankheit arbeiten: Nachteil für Beschäftigte und Arbeitgeber

Ärzte warnen, wer trotz Krankheit zur Arbeit geht, setze sich hohen Risiken aus: Eine verschleppte Erältung könne zu lebenslangen Beschwerden führen. Auch Arbeitgeber profitierten nicht. Zu schnell steckten Erkrankte ihre Kolleginnen und Kollegen an.

>> WDR-Beitrag "Büro statt Bett: Arbeitnehmer gehen krank zur Arbeit" anschauen (ab Min. 18:52)

Studienergebnisse: So viele Beschäftigte gingen 2017 krank zur Arbeit:

Studie: So oft gingen Deutsche 2017 krank zur Arbeit

Daten des "DGB-Index Gute Arbeit" für 2017 (Angaben in Prozent) DGB


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