Deutscher Gewerkschaftsbund

28.08.2013
Trendreport August 2013

Den Arbeitsmarkt zukunftsfest machen!


Der DGB NRW hat in seinem aktuellen Trendreport die letzten zehn Jahre auf dem NRW-Arbeitsmarkt in den Blick genommen. Das Ergebnis ist ernüchtern. Zwar ist die Arbeitslosigkeit etwas gesunken, mit 8,4 Prozent liegt NRW aber weit über dem Bundesdurchschnitt. Im Vergleich mit den anderen westlichen Bundesländern liegt die Arbeitslosigkeit bei uns sogar 2 Prozentpunkte höher. Die neu entstandenen Arbeitsplätze sind zudem überwiegend unsicher oder schlecht bezahlt. So bezieht jeder vierte Beschäftigte in NRW nur einen Niedriglohn. Zudem haben wir über 220.000 Leiharbeiter und eine nicht überschaubare Anzahl illegaler Werkverträge. Die Zahl der Minijobs ist seit 2003 auf 1,8 Millionen gewachsen, das ist ein Anstieg von 33 Prozent. Aber auch bei den sogenannten Normalverhältnissen läuft einiges schief. Jede zweite Neueinstellung erfolgt inzwischen befristet.

„Die Hauptaufgabe der neuen Bundesregierung ist es, den Arbeitsmarkt neu zu ordnen“, kommentiert Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW.  „Wir brauchen endlich einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro pro Stunde. Das Prinzip gleicher Lohn für gleiche Arbeit muss in der Leiharbeit ebenso durchgesetzt werden wie eine aktive Bekämpfung von Scheinwerkverträgen. Eine Reform der Minijobs ist überfällig, sie müssen ab dem ersten Euro sozialversicherungspflichtig sein. Sachgrundlose Befristungen erschweren besonders jungen Menschen den Berufseinstieg und gehören abgeschafft.“

Trendreport August 2013 (PDF, )

Ein starkes Netz für NRW: Den Arbeitsmarkt zukunftsfest machen!


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