Deutscher Gewerkschaftsbund

06.11.2017
COP23

Gewerkschaften senden Signal für weltweiten Klimaschutz

Colourbox.de

Heute startet in Bonn die 23. UN-Weltklimakonferenz (COP23) unter dem Vorsitz der Republik Fidschi. Bis zum 17. November werden die Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer vor allem daran arbeiten, die Richtlinien des Paris-Abkommens von 2016 zu konkretisieren, die dann auf der kommenden Weltklimakonferenz 2018 beschlossen werden sollen. So wird es in Bonn darum gehen, Regeln für die Vergleichbarkeit der nationalen Klimaschutzpläne zu schaffen. Diese bilden die Grundlage für die regelmäßige globale Bestandsaufnahme ab 2023 und die Berechnung geleisteter nationaler Beiträge zur Klimafinanzierung.

Gewerkschaften engagieren sich für einen gerechten Strukturwandel

Auch der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) und mit ihm der DGB werden wieder auf der COP vertreten sein. Für die Gewerkschaften geht es darum, dass die im Paris-Abkommen festgehaltenen Forderungen nach einem gerechten Strukturwandel und Guter Arbeit in den Ländern konkret umgesetzt werden. Dabei ist eine aktive Gestaltung des Strukturwandels entscheidend, bei der mit Hilfe einer präventiven Strukturpolitik rechtzeitig Zukunftsperspektiven entwickelt werden. In Deutschland sind hierbei Tarifautonomie und Mitbestimmung wesentliche Instrumente zur sozialen Gestaltung der Transformation. Dank betrieblicher und Unternehmensmitbestimmung können die Beschäftigten die Veränderungen aktiv gestalten und eigene Vorschläge zum betrieblichen Klimaschutz einbringen. Für eine gerechte Strukturentwicklung muss die Energiewende zu einem Beschäftigungsaufbauprogramm entwickelt werden. Deshalb sollten die klima- und energiepolitischen Langfristziele mit beschäftigungspolitischen Zielen (Beschäftigungsaufbau, Gute Arbeit, Tarifbindung) verbunden werden.

Gewerkschaftliche Veranstaltungen zur Weltklimakonferenz

Die anstehende COP23 wird von Gewerkschaftsseite auch dafür genutzt, den Austausch zwischen den Gewerkschaften aus aller Welt zu fördern und gute Ideen zur Beteiligung von Beschäftigten in diesem Bereich zu finden. Zu diesem Zweck plant der DGB gemeinsam mit dem IGB und mit Unterstützung der IG Metall Betriebsbesichtigungen, eine Diskussionsveranstaltung sowie die Veröffentlichung einer gemeinsamen Erklärung der Dachverbände aus den G7-Staaten zur Unterstützung des Paris-Abkommens. Damit wollen die Gewerkschaften der G7 ein Zeichen setzen und die Verantwortung gerade der reichen G7-Länder im Kampf gegen den Klimawandel unterstreichen und diese zum Handeln auffordern.

DGB-Veranstaltungen während der COP23 in Bonn

Nach oben

Themenverwandte Beiträge

Datei
ver.di/IG BCE (06/2018): Der Revier-Appell
Gemeinsam mit einem breiten überparteilichen Spektrum an Erstunterzeichnern aus dem Rheinischen Revier haben die Gewerkschaften ver.di und IG BCE einen Revier-Appell auf den Weg gebracht. Auch die Vorsitzende des DGB NRW Anja Weber hat sich dem Appell angeschlossen. Die Unterzeichner fordern belastbare und nachhaltige Zukunftskonzepte für das Rheinische Revier. weiterlesen …
Bildergalerie
30.000 im Rheinischen Revier für ihre Zukunft auf der Straße
Rund 30.000 Menschen haben am Mittwoch im Rheinischen Revier für ihre Jobs und tragfähige Konzepte für den Strukturwandel demonstriert. Anlass war eine Tagung der Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung", die am selben Tag in Bergheim tagte. zur Fotostrecke …

Top-Links