Deutscher Gewerkschaftsbund

30.10.2020

DGB Hochschulgruppe Duisburg-Essen veröffentlicht Ergebnisse ihrer Umfrage zur Finanzierung und zum Studienalltag in Zeiten von Corona

Die DGB Hochschulgruppe an der Universität Duisburg-Essen hat im vergangenen Semester mit einer Umfrage ihre Kommiliton*innen zu den finanziellen und alltäglichen Auswirkungen der Corona-Pandemie befragt. „Auch wir haben die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu spüren bekommen. Da wir uns als Interessenvertretung für sämtliche Studierende der UDE verstehen und uns für die Belange und Bedürfnisse dieser einsetzen wollen, haben wir uns selbstverständlich gefragt, in welchem Ausmaß Studierende von der Pandemie betroffen sind“, so das Leitungsteam der Hochschulgruppe, bestehend aus der Vorsitzenden Kira Hoppe, der Stellvertreterin Jane Spörckmann und den Beisitzern Marcel Buddenbohm und Andreas Spitzer.

Daraufhin erstellte die Hochschulgruppe im Frühsommer eine Online-Umfrage und machte auf ihren Social-Media Kanälen darauf aufmerksam. Zudem wurden Flyer in die Briefkästen der Studierendenwohnheime verteilt. „Uns war es besonders wichtig, mit der Umfrage auch internationale Studierende zu erreichen. Deshalb machten wir sie auch in englischer Sprache zugänglich“, erzählt Hoppe. Teilgenommen haben 238 Studierende der Universität Duisburg-Essen. Die Ergebnisse können ab heute in einem übersichtlich aufbereiteten Online-Dokument, welches auf den Webseiten der DGB Regionen Niederrhein und Mülheim-Essen-Oberhausen veröffentlicht wurde, eingesehen werden.

Hier zeigt sich, dass viele Studierende massiv unter den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie gelitten haben. Jeder Fünfte gibt an, seinen Nebenjob verloren zu haben. Lediglich rund jeder vierte Studierende verdiene während der Corona-Pandemie genauso viel wie vorher. Besonders betroffen sind ausländische Studierende, Studierende mit Migrationshintergrund sowie Studierende, die nicht aus einem akademischen Haushalt stammen. „Unsere Umfrage zeigt sehr deutlich auf, dass sich durch die Corona-Pandemie die sowieso schon bestehenden sozialen Ungleichheiten im Bildungsbereich noch zusätzlich verschärft haben“, so Spörckmann.

Daraus leitet die Hochschulgruppe klare Forderungen an die Politik ab. „Es braucht unbürokratische und zügige Lösungen seitens der Politik, um auch Studierende in diesen Zeiten sozial abzusichern. Die bisher getroffenen Maßnahmen greifen viel zu kurz. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel, das BAföG zeitweise für mehr Studierende zu öffnen sowie Studierenden einen befristeten Anspruch auf ALG II zu ermöglichen“, nennt Hoppe nur einen Teil der von der Hochschulgruppe aufgestellten Forderungen, die ebenfalls im Online-Dokument nachzulesen sind.

Nun möchte die Hochschulgruppe die Ergebnisse ihrer Umfrage unter die Studierenden und die breite Öffentlichkeit bringen. Die Umfrage wird ebenfalls Thema während der in der ersten Novemberwoche stattfindenden Aktionswoche „Gutes Studium“ sein, die vom DGB Bezirk NRW organisiert wird und traditionell im Herbst an zahlreichen Hochschulstandorten in NRW gleichzeitig stattfindet. Diesmal wird die Hochschulgruppe auf digitale Angebote umsteigen, um die Studierenden zu erreichen.

 


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