Deutscher Gewerkschaftsbund

10.01.2019

Gewerkschaften setzen sich bei Gleichstellungsministerin gegen Diskriminierung von Beamtinnen ein

Am 10. Januar haben sich die DGB-Gewerkschaften mit Gleichstellungsministerin Ina Scharrenbach getroffen. Thema war ein Bericht des Ministeriums, der Ende 2018 zu dem Ergebnis gekommen ist, dass die Beurteilungsrichtlinien der Landesverwaltung keine diskriminierende Wirkung gegenüber Frauen oder Teilzeitbeschäftigten hätten. Doch Fakt ist: Der Frauenanteil nimmt mit steigender Besoldungsgruppe deutlich ab, und trotz überdurchschnittlicher Bildungsabschlüsse erhalten Frauen seltener Spitzennoten als ihre männlichen Kollegen.

Maike Finnern (Vorsitzende des DGB-Bezirksfrauenausschusses in NRW) mit Gleichstellungsministerin Ina Scharrenbach

Maike Finnern (Vorsitzende des DGB-Bezirksfrauenausschusses in NRW, rechts) mit Gleichstellungsministerin Ina Scharrenbach DGB NRW

Gewerkschaften einigen sich mit Ministerin auf erste Schritte gegen Diskriminierung im öffentlichen Dienst ein

Für die Gewerkschaften ist klar: Die Politik muss aktiv werden, um Frauen den beruflichen Aufstieg im öffentlichen Dienst ohne Diskriminierung zu ermöglichen. Deshalb haben wir uns heute mit der Ministerin auf folgende erste Schritte geeinigt:

  1. Bis Herbst 2019 soll eine gemeinsame Arbeitsgruppe zusammen mit Wissenschaftler*innen Eckpunkte für ein ressortübergreifendes Fortbildungskonzept entwickeln, damit Beurteilungsfehler zulasten von Frauen und Teilzeitbeschäftigten künftig vermieden werden.
  2. Außerdem soll an einem ressortübergreifenden Monitoringsystem und einer Reflexionshilfe für Beurteiler*innen gearbeitet werden.

Es ist wichtig, dass die Ministerin das Problem nun angeht und die Gewerkschaften in den Prozess einbindet. Entscheidend wird sein, dass am Ende tatsächliche Verbesserungen für Frauen erreicht werden.


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Der gestern im Ausschuss für Gleichstellung und Frauen mit der verantwortlichen Ministerin Scharrenbach diskutierte Sachstandsbericht zur Evaluation der Beurteilungsrichtlinien ist eine Enttäuschung. Der Frauenanteil nimmt mit steigender Besoldungsgruppe deutlich ab und trotz überdurchschnittlicher Bildungsabschlüsse erhalten Frauen seltener Spitzennoten als ihre männlichen Kollegen. Zur Pressemeldung

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