Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 31.03.2020

DGB NRW: Kurzarbeit sichert Arbeitsplätze – soziale Schieflage dringend beheben

Der rasante Anstieg der Anzeigen auf das Kurzarbeitergeld verdeutlicht: Die Corona-Krise ist in NRW mit aller Macht angekommen. „Die Entwicklung zeigt, dass Kurzarbeit ein wichtiges Instrument ist, um NRW durch die Krise zu bringen. Kurzarbeit hilft, Arbeitsplätze zu sichern“, sagt Anja Weber, Vorsitzende des DGB NRW.

So wichtig dieses Instrument ist: Die Folgen für die Betroffenen sind dramatisch. Beschäftigte in Kurzarbeit müssen teilweise auf bis zu 40 Prozent ihres Lohns verzichten. „Es kann nicht sein, dass Milliardenbeiträge zur Rettung von Unternehmen eingesetzt werden, ohne die notwendige Unterstützung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aufzubringen“, so die DGB NRW-Vorsitzende. „Während Unternehmen gerettet werden, fallen Beschäftigte auf Hartz IV zurück. Diese soziale Schieflage muss dringend behoben werden.“

Daher braucht es dringend einen Sonderfonds „Kurzarbeitergeld Plus“ innerhalb des NRW-Rettungsschirms: Unternehmen müssen motiviert und unterstützt werden, das Kurzarbeitergeld auf mindestens 80 Prozent aufzustocken.

„Die Unternehmen werden durch die Bundesagentur für Arbeit zu 100 Prozent von den Sozialabgaben entlastet. Einen Teil dieser Entlastungen zum Aufstocken des Kurzarbeitergeldes aufzubringen, ist deshalb nur fair und richtig“, so Weber. In einigen Branchen regeln Tarifverträge diese Aufstockung bereits. Viele Beschäftigte fallen aber nicht unter diesen Schutz.

Gerade Menschen mit kleineren Einkommen trifft die Krise besonders hart. „Sie wissen nicht, wie sie Mieten bezahlen oder ihre Familien ernähren sollen“, so die DGB NRW-Vorsitzende „In dieser Krise sind wir alle gefordert, zusammenzustehen. Die Beschäftigten dürfen nicht am ausgestreckten Arm verhungern.“


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