Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 103 - 10.04.2013

DGB NRW begrüßt Bundesratsinitiative für bessere Arbeitsbedingungen an Hochschulen

Der DGB NRW begrüßt die Bundesratsinitiative der Landesregierung zur Änderung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes. „Die Arbeitsbedingungen an Hochschulen sind in weiten Teilen völlig inakzeptabel“, erklärt Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW. „Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz erlaubt es den Hochschulen, fast ausschließlich befristet einzustellen. Inzwischen haben acht von zehn Wissenschaftlern keinen unbefristeten Arbeitsvertrag mehr. Es ist höchste Zeit, dass die NRW-Landesregierung dagegen ein Zeichen setzt.“

Die Dauer der befristeten Verträge sei in den vergangenen Jahren immer kürzer geworden, so Meyer-Lauber weiter. „Vier von zehn Wissenschaftlern sind mit Vertragslaufzeiten von unter einem Jahr beschäftigt. Obwohl sie zu den bestausgebildeten Beschäftigten gehören, leben sie in ständiger Unsicherheit. Scheinbar selbstverständliche Schritte, wie einen Kredit abbezahlen, einen Mietvertrag bekommen oder eine Familie gründen, sind unter diesen Bedingungen kaum zu bewältigen. Das ist ein untragbarer Zustand, dem endlich ein Riegel vorgeschoben werden muss.“

Der DGB NRW führt derzeit eine Befragung zum Thema Arbeitsbedingungen an Hochschulen durch. Wir wollen von den Beschäftigten genauer erfahren, unter welchen Voraussetzungen sie arbeiten, wie sie die Rahmenbedingungen einschätzen und was sie gerne ändern würden. Die Ergebnisse werden wir noch vor den Sommerferien veröffentlichen.


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