Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 25.01.2021

DGB NRW fordert schnelle Eingreifteams in Arbeitsschutzbehörden

Der Arbeitsschutz ist eine gute Stellschraube zur Pandemiebekämpfung. Anja Weber, Vorsitzende des DGB NRW, kritisiert, dass diese Möglichkeit nicht ausreichend genutzt wird:

„Die neue Corona-Arbeitsschutzverordnung nimmt zurecht die Arbeitgeber in die Verantwortung, aktiv an der Bekämpfung der Pandemie mitzuwirken. Wir wissen, dass gute Arbeitsschutzsysteme in der Pandemiebekämpfung sehr wirksam sind und bis in den privaten Bereich wirken. Wenn im Betrieb das Tragen von Masken, das Abstandstandhalten und Händedesinfizieren gelebt wird, beachten die Menschen diese Regeln auch im privaten Umfeld.

Dort, wo viele Beschäftige gewerkschaftlich organisiert sind und starke Betriebsräte vorhanden, klappt der Arbeitsschutz meist gut: Wo es die Tätigkeit erlaubt, arbeiten Beschäftigte im Homeoffice und wo es nicht möglich ist, wird auf ein sicheres Arbeitsumfeld geachtet. Große Werke mit mehreren tausend Arbeitnehmern haben daher oft deutlich geringere Inzidenzzahlen als die Städte, in denen sie stehen.

Es gibt aber zu viele schwarze Schafe unter den Arbeitgebern, die die Corona-Maßnahmen bewusst unterlaufen. Wir erwarten von der Landesregierung, dass sie kurzfristig Maßnahmen entwickelt, um die Corona-Regeln wirksam durchzusetzen. Beschäftigte müssen wissen, wo sie sich hinwenden können, um Arbeitsschutzverstöße zu melden. Und wir brauchen in den Arbeitsschutzbehörden schnelle Eingreifteams, die bei Hinweisen umgehend reagieren und für Sanktionen sorgen. Unternehmen müssen Konsequenzen spüren, wenn sie ihren Beschäftigten den Arbeitsschutz in der Pandemie verweigern.“


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