Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 031 - 31.03.2011

DGB NRW: Keine Entwarnung auf dem Arbeitsmarkt für junge Menschen

Zu den aktuellen Arbeitsmarktszahlen erklärt Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW:

"Trotz wirtschaftlichen Aufschwungs sind die Chancen für Jugendliche und junge Erwachsene auf dem Arbeitsmarkt in NRW immer noch besorgniserregend. Die Beschäftigungszahlen für Jugendliche und junge Erwachsene in NRW haben sich im Vergleich zum Vormonat nur geringfügig verbessert, immer noch sind 7,3% der unter 25jährigen ohne Beschäftigung. Von einer Entwarnung bei der Jugendarbeitslosigkeit kann daher keine Rede sein. Dramatisch ist auch die Lage auf dem Ausbildungsmarkt: Auf 96.000 gemeldete Bewerberinnen und Bewerber für einen Ausbildungsplatz kommen lediglich 77.000 Ausbildungsstellen.

Insgesamt wird der Einstieg ins Berufsleben für junge Menschen zunehmend schwieriger. Wem trotz fehlender Arbeitsplätze und Ausbildungsstellen der Berufseinstieg gelingt, sieht sich häufig mit prekären bzw. atypischen Beschäftigungen konfrontiert. Junge Menschen haben ein dreimal höheres Risiko arbeitslos zu werden als Erwerbspersonen insgesamt. Zeitlich befristet Verträge, Leiharbeit, schlechte Entlohnung, teils unbezahlte Praktika und Warteschleifen im Übergangssystem zwischen Schule und Berufsausbildung sind an der Tagesordnung.

Politik und Arbeitgeber sind aufgefordert, endlich eine ehrliche Bilanz zu ziehen und aktiv gegenzusteuern. Wir brauchen deutlich mehr Ausbildungsplätze und faire Arbeitsbedingungen für junge Menschen."


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