Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 055 - 04.10.2012

DGB NRW: Minijobs grundlegend reformieren!

Anlässlich der heute vorgestellten Studie der Bertelsmann-Stiftung zum Thema „Geringfügige Beschäftigung“ erklärt Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW:

„Die heute vorgestellte Studie der Bertelmann-Stiftung ist ein weiterer Beleg dafür, dass Minijobs grundlegend reformiert werden müssen. Erwiesenermaßen sind Minijobs kein ‚Sprungbrett’ in reguläre Beschäftigung sondern eine Armutsfalle. Drei Viertel der Minijobberinnen und Minijobber bekommen einen Stundenlohn weit unter 8,50 Euro. Damit sind Minijobs ein entscheidender Motor des Niedriglohnsektors.

Der geringe Lohn bietet keine Chance, Rentenansprüche zu erwerben. So sind die – meist weiblichen – Beschäftigten im Alter entweder von ihrem Ehemann finanziell abhängig oder bekommen nicht mehr als die staatliche Grundsicherung.

Diese Fehlentwicklungen müssen beendet werden. Unser Ziel ist es, Minijobs ab dem ersten Euro sozialversicherungspflichtig zu machen. Dabei schlagen wir vor, dass die Arbeitgeber bei einem Monatseinkommen von 100 Euro den vollen Sozialversicherungsbeitrag übernehmen. Danach sollte in einer Gleitzone der Arbeitnehmeranteil ansteigen, bis bei einem Gehalt von 800 Euro die paritätische Beitragsfinanzierung erreicht ist.“


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