Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 114 - 29.05.2013

DGB NRW: Betriebe müssen mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen

Angesichts der heute veröffentlichten Zahlen zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt NRW hat Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW, das Ausbildungsverhalten der Betriebe kritisiert. „Es kann nicht sein, dass die nordrhein-westfälischen Unternehmen auf steigende Bewerberzahlen mit einem sinkenden Ausbildungsplatzangebot reagieren. Ihre Klagen über den drohenden Fachkräftemangel sind vor diesem Hintergrund nicht nachvollziehbar. Und auch das Argument, vielen Bewerbern fehle die Ausbildungsreife, zieht vor dem aktuellen Hintergrund nicht: Durch den doppelten Abi-Jahrgang ist allein der Anteil von Ausbildungsplatzsuchenden mit Hochschulzugangsberechtigung um 35 Prozent gestiegen. Das Kernproblem liegt einzig und allein bei den Unternehmen selbst. Viele scheuen schlicht den Aufwand, den die betriebliche Ausbildung von jungen Menschen mit sich bringt.“

Andreas Meyer-Lauber fordert den so genannten Ausbildungskonsens der Landesregierung auf, sich diesem Thema verstärkt anzunehmen. Im Spitzengespräch, das am kommenden Mittwoch (5. Juni) stattfindet, müsse das Problem fehlender Ausbildungsplätze ganz oben auf der Agenda stehen: „Derzeit beteiligen sich lediglich 34 Prozent der NRW-Betriebe an der Ausbildung des Nachwuchses. Das ist ein untragbarer Zustand. Es ist auch Aufgabe der Landesregierung dafür zu sorgen, dass diese Zahl um mindestens 10 Prozent erhöht wird. Wir können es uns nicht leisten, dass auch in diesem Jahr wieder über 20.000 Jugendliche keinen Ausbildungsplatz bekommen.“


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