Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 054 - 02.10.2012

DGB NRW fordert mehr Personal für den öffentlichen Dienst

Zur heutigen Anhörung zum Personalhaushalt 2012 im Düsseldorfer Landtag erklärt Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW:

„Noch immer leidet der öffentliche Dienst in NRW an massivem Personalmangel. Zwar hat die Landesregierung seit ihrem Regierungsantritt 2010 einige neue Stellen geschaffen, diese reichen aber bei weitem nicht aus, um dem steigenden Arbeitsaufwand gerecht zu werden. Damit Schulen, Kitas, Hochschulen, Finanzverwaltung, Justizvollzug, Arbeitschutzverwaltung und Polizei ihre Aufgaben optimal erfüllen können, dürfen wir nicht weiterhin in Trippelschritten vorangehen. Die Landesregierung muss jetzt mehr Geld zur Verfügung zu stellen und der Personalknappheit wirkungsvoll entgegenwirken.

Damit sich auch in Zukunft Menschen für den öffentlichen Dienst entscheiden, muss die Regierung aber nicht nur Stellen schaffen, sondern auch die Arbeitsbedingungen verbessern. Bisher ist die Landesregierung alles andere als ein Musterarbeitgeber: Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst verdienen durchschnittlich 9 Prozent weniger als ihre Kollegen in der Privatwirtschaft und müssen mit über 40 Wochenstunden deutlich mehr arbeiten. Wir erwarten von der Landesregierung, dass sie ihrem Konzept von guter Arbeit auch selber als Arbeitgeber gerecht wird. Das bedeutet, die Verschlechterungen bei Wochenarbeitszeit und Weihnachtsgeld rückgängig zu machen, ausreichend Beförderungsmöglichkeiten zu schaffen und eine entschlossenere Nachwuchsgewinnung zu betreiben.“

Hier finden Sie die Stellungnahme zum Personalhaushalt im Gesetzesentwurf der Landesregierung zum Haushaltsgesetz 2012:


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