Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 087 - 21.02.2013

DGB NRW: Endlich bessere Arbeitsbedingungen an NRW-Hochschulen schaffen!

„Die Arbeitsbedingungen an NRW-Hochschulen sind in weiten Teilen inakzeptabel“, erklärt Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW. „Prekäre Beschäftigungsverhältnisse sind seit Jahren auf dem Vormarsch. Das sogenannte Hochschulfreiheitsgesetz hat 2007 den Hochschulen die Verantwortung für den Personalbereich übertragen. Es wäre ihre Aufgabe gewesen, für sichere und fair bezahlte Beschäftigung zu sorgen. Diesem Anspruch sind die Hochschulen nicht gerecht geworden.“

Acht von zehn Wissenschaftlern seien befristet beschäftigt, davon die Hälfte mit Verträgen von Laufzeiten unter einem Jahr, erläutert Meyer-Lauber. Auch im Bereich von Verwaltung und Technik erfolgten Neueinstellungen überwiegend befristet. Zugleich fehle es an einer organisierten Personalentwicklung und längerfristigen beruflichen Perspektiven. Die Beschäftigten klagten über horrende Überstunden, Arbeitsverdichtung und hohen Druck.

„Es ist daher unumgänglich, dass die Landesregierung gegensteuert und im novellierten Hochschulgesetz wieder Rahmenbedingungen für den Personalbereich festschreibt“, sagt der DGB-Landeschef. „Bisher gibt es von Seiten der Rektoren und Kanzler kein Konzept, das auch nur im Ansatz eine praktikable Alternative zur Verbesserung der Beschäftigungsbedingungen an Hochschulen darstellt.“


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