Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 052 - 11.06.2011

DGB NRW: Kinderarbeit aktiv bekämpfen – Bildung für alle verwirklichen

Zum internationalen Tag gegen Kinderarbeit am 12.06.2011 erklärt Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW:

„Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) müssen weltweit etwa 200 Millionen Kinder zwischen vier und 14 Jahren arbeiten, oftmals unter schlimmsten Bedingungen. Unzählige Produkte, die in der westlichen Welt und auch in Nordrhein-Westfalen zu kaufen sind, wurden von Kindern gefertigt, die in Asien oder Afrika als Arbeiter missbraucht werden. Das zeigt: Der Kampf gegen Kinderarbeit muss vor der eigenen Haustür und beim eigenen Konsumverhalten beginnen. Es ist unsere Pflicht, Kinderarbeit aktiv zu bekämpfen und die Lebensumstände der betroffenen Familien nachhaltig zu verbessern. Das Recht jedes Kindes auf eine Kindheit muss überall auf der Welt Geltung haben. Im Interesse der Kinder und der Gesellschaften in denen sie leben, müssen Kinder ihr Recht auf Bildung verwirklichen können und ihre Eltern in die Lage versetzt werden, ihre Kinder zu versorgen.

Am 6. Juni 2011 haben zahlreiche Verbände und Institutionen – darunter der DGB NRW - im nordrhein-westfälischen Arbeitsministerium eine Erklärung gegen Kinderarbeit unterzeichnet. Darin fordern wir, nur Produkte zuzulassen, die ohne Kinderarbeit entstanden sind, Lieferanten zu bevorzugen, die anerkannte Zertifikate verwenden, die Öffentlichkeit durch gezielte Informationen zu sensibilisieren und Kooperationen mit im In- und Ausland aktiven Initiativen für Kinder fortzuführen. Der DGB NRW appelliert an Unternehmer, Behörden und Konsumenten, sich für diese Ziele konsequent einzusetzen.“


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