Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 085 - 08.02.2013

DGB NRW: Ausbildung für junge Hartz IV Empfänger zusätzlich einführen

Zur Ankündigung der Agentur für Arbeit, jungen Männern und Frauen im Alter von 25 bis 34 Jahren eine zweite Chance auf eine Berufsausbildung einzuräumen, erklärt der Vorsitzende des DGB NRW, Andreas Meyer-Lauber:

„Der DGB NRW begrüßt die Initiative der BA, sie ist lange überfällig. Der Anteil der jungen Menschen in NRW, der dauerhaft ohne Berufsausbildung verbleibt, ist mit über 20 Prozent mehr als doppelt so hoch, wie in den anderen Bundesländern. Wir benötigen ein steuerfinanziertes Bundesprogramm für die Realisierung. Ohne zusätzliche Mittel wird diese Initiative zu Lasten der anderen Zielgruppen gehen.

Völlig unverständlich ist aber, dass die Arbeitsagentur in NRW im letzten Jahr die außerbetriebliche Berufsausbildung um über 1.800 Stellen reduziert hat. Damit hat sie selbst zu einem erheblichen Rückgang an abgeschlossenen Ausbildungsverträgen beigetragen. In der Folge wird die Zahl der 25 -34-Jährigen ohne Ausbildung wieder ansteigen.

Wir fordern die Arbeitsagentur auf, die laufenden Ausbildungsangebote mindestens auf das Niveau der Vorjahre anzuheben. Dies ist auch vor dem Hintergrund des Umbaus des Übergangssystems dringend geboten. Ohne entsprechende Ausbildungsangebote kann eine Ausbildungsgarantie nicht realisiert werden. Die zweite Chance für ungelernte Jugendliche muss zusätzlich eingeführt und finanziert werden.“


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