Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 28.03.2014

DGB NRW: Chancen der Energiewende für NRW bleiben ungenutzt


„Nordrhein-Westfalen könnte ökologisch, ökonomisch und sozial von einer gut gemanagten Energiewende erheblich profitieren“, erklärt Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW, anlässlich der heutigen Landtagsdebatte. „Leider sind gravierende Fehlentwicklungen zu beobachten, die dieses Ziel in weite Ferne rücken lassen.“ So stiegen der Ausstoß von Treibhausgasen und der Energieverbrauch nach wie vor ungebremst an. Und auch die Dynamik des Ausbaus der Erneuerbaren drohe aufgrund von Deckelungen und steigenden Investitionsunsicherheiten zu erlahmen. „Die Perspektive, neue und gute Arbeitsplätze zu schaffen, wurde bisher kaum umgesetzt“, so Meyer-Lauber weiter. „Ganz im Gegenteil: Geschäftsmodelle in der Energiewirtschaft brechen zusammen, ohne dass ein tragfähiger Übergang für Unternehmen und Beschäftigte gewährleistet ist.“

Diese negative Entwicklung sei zum Teil auf die widersprüchliche Politik der vorangegangenen Bundesregierung zurückzuführen. Aber auch aktuelle Vorstöße aus Berlin und Brüssel liefen einer erfolgreichen Umsetzung der Energiewende in NRW zuwider. „Die von Sigmar Gabriel geplante Deckelung der Windenergie kann für Nordrhein-Westfalen ebenso schädlich sein, wie das von der EU unterschiedslos eingeleitete Beihilfeverfahren gegen Ausnahmen bei der EEG-Umlage. Und auch die aktuellen Vorschläge der EU-Kommission zur Abkehr von verbindlichen Zielen zur Treibhausgasreduktion sind mit Sicherheit kontraproduktiv.“

Vor gut zwei Wochen haben der DGB NRW, BUND NRW, NABU NRW, das Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche Westfalen und die Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. eine gemeinsame Erklärung zur Energiewende herausgegeben. Darin fordern die Verbände die Politik auf, endlich die Chancen der Energiewende für Umwelt, Wirtschaft und Beschäftigung in NRW zu nutzen. Die Erklärung finden Sie hier.


Nach oben

Themenverwandte Beiträge

Artikel
Steinkohlebergbau in Deutschland beendet
Schicht im Schacht: Am 21. Dezember 2018 fand die letzte symbolische Förderung auf Prosper-Haniel in Bottrop statt. Der industrielle Steinkohlebergbau ist damit nach mehr als 200 Jahren in Deutschland offiziell beendet. Anja Weber, Vorsitzende DGB NRW, hebt die Solidarität unter den Bergleuten hervor: "Der Bergbau geht, der Kumpel bleibt: Danke Kumpel!" weiterlesen …
Link
Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung": Abschlussbericht
Laden Sie sich auf der Seite der IG BCE den Abschlussbericht der sogenannten Kohlekommission herunter. zur Webseite …

Social Media

DGB NRW bei Facebook DGB NRW auf Twitter folgen