Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 23.06.2021

Frauenkonferenz des DGB NRW am Samstag in Oberhausen: Wandel ist weiblich!

Unter dem Motto „Wandel ist weiblich!“ findet am kommenden Samstag in Oberhausen die 21. Frauenkonferenz des DGB NRW statt. 80 Delegierte aus den acht Mitgliedsgewerkschaften verabreden dort die Leitlinien für die DGB-Frauenpolitik der nächsten vier Jahre. „Wir machen uns für einen Wandel in der Arbeitswelt stark“, erklärt Sabine Graf, stellvertretende Vorsitzende des DGB NRW. „Frauen müssen endlich die gleichen Chancen und die gleiche Entlohnung erhalten wie Männer.“ Denn obwohl Frauen bessere und höhere Bildungsabschlüsse vorweisen, verdienen sie durchschnittlich 18 Prozent weniger als Männer und arbeiten fast doppelt so häufig zu einen Niedriglohn. Frauen erledigen nach wie vor einen Großteil der unbezahlten Sorgearbeit und sind deutlich seltener in Führungsetagen anzutreffen. Frauen sind daher wesentlich häufiger von Altersarmut betroffen als Männer.

„Klar ist: Der Wandel wird nicht von alleine passieren. Es braucht eine gemeinsame Anstrengung von Politik und Gesellschaft, damit unsere Arbeitswelt gerechter wird“, sagt Graf. Zwar geben es positive Signale wie das Führungspositionen-Gesetz, einen langsamen Anstieg der Elternzeit-Quote von Männern und einen etwas geringeren Gender-Pay-Gap als noch vor einigen Jahren, aber: „Wir kommen nur in Trippelschritten voran und werden in einigen Bereichen sogar wieder zurückgeworfen.“ So habe die Corona-Pandemie erwerbstätige Frauen wesentlich härter getroffen als Männer.  Die DGB-Frauen fordern daher in ihrem Leitantrag eine gleichberechtigte Verteilung von Sorge- und Erwerbsarbeit, eine Stärkung der Tarifbindung, eine verbesserte Alterssicherung von Frauen und die gleiche Teilhabe an der politischen Macht.

Die Tagesordnung finden Sie hier.


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