Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 063 - 31.08.2011

DGB NRW: Kurswechsel in der Friedens- und Sicherheitspolitik notwendig

Zum Antikriegstag am 1. September 2011 erklärt Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW:

„Der DGB NRW fordert die Politik zu einem Kurswechsel in der Friedens- und Sicherheitspolitik auf. Zehn Jahre nach Beginn des Afghanistankrieges ist die Situation für die Menschen schlimmer denn je, täglich erreichen uns Meldungen über Opfer der Kampfhandlungen. Der Bundeswehreinsatz in Afghanistan muss daher so schnell wie möglich beendet und stattdessen die Zivilgesellschaft stärker unterstützt werden.

Die Neuausrichtung der Bundeswehr zur Interventionsarmee lehnen wir entschieden ab. Um den zahlreichen Krisenherden auf der Welt zu begegnen, müssen wir vielmehr auf zivile politische Konfliktlösungen und auf humanitäre Hilfe setzen. Dafür muss der Rüstungsetat verkleinert und die zivile Hilfe massiv aufgestockt werden.

Wir fordern die Bundesregierung auf, sich für eine atomwaffenfreie Welt einzusetzen. Noch immer sind über 23.000 Atomwaffen einsatzbereit. Nach wie vor befinden sich auch auf deutschem Boden Atomwaffen. Das Ende der zivilen Nutzung der Atomkraft muss auch das Ende aller Atomwaffen sein.“

Anlässlich des Antikriegstages 2011 finden in Nordrhein-Westfalen zahlreiche DGB-Veranstaltungen statt. Andreas Meyer-Lauber wird auf der Eröffnung der Ausstellung „Seid wachsam …“ im Gewerkschaftshaus in Duisburg sprechen. Die Ausstellung erinnert an die Verfolgung von Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern in der NS-Zeit. Ergänzt wird sie durch eine regionale Ausstellung der DGB-Jugend Niederrhein, die an die Ermordung von vier Gewerkschaftern am 2.5.1933 erinnert.

Weitere Informationen zur Ausstellungseröffnung erhalten Sie hier.


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