Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 16.08.2017

DGB NRW: Land muss Qualifizierungsoffensive starten

Arbeitslosigkeit in NRW nach Aussbildungsstand

Daten: Bundesagentur für Arbeit, Stand 2016

An- und Ungelernte haben ein besonders hohes Risiko, arbeitslos zu werden. Das geht aus Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervor, die der DGB aktuell für Nordrhein-Westfalen ausgewertet hat. So betrug 2016 die Arbeitslosenquote bei Menschen ohne abgeschlossener Berufsausbildung 23,7 Prozent, während sie bei Menschen mit betrieblicher oder schulischer Berufsausbildung lediglich bei 4,1 Prozent lag. Akademiker waren sogar nur mit 2,7 von Arbeitslosigkeit betroffen. Insgesamt lag die Arbeitslosenquote in NRW 2016 bei 7,7 Prozent.

"An- und Ungelernte sind damit sechsmal häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen als Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung", erklärt Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW. "Das zeigt: Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist das A & O für ein erfolgreiches Berufsleben." Der DGB NRW fordere die neue Landesregierung auf, eine Qualifizierungsoffensive zu starten. "Wer Vollbeschäftigung schaffen möchte, muss es besonders jüngeren Arbeitslosen bis 34 Jahre ermöglichen, einen Berufsabschluss nachzuholen", so Meyer-Lauber. Allein in NRW gebe es dauerhaft 100.000 Arbeitslose zwischen 25 und 34 Jahren ohne abgeschlossene Ausbildung. "Nur wenn die Landesregierung stärker in abschlussbezogene Weiterbildung investiert, haben diese Menschen eine Chance auf ein selbstständiges Leben ohne staatliche Unterstützung."


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