Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 17.11.2014

DGB NRW: Nachhaltigkeit nur mit guter Arbeit möglich

Zur dritten Nachhaltigkeitstagung der NRW-Landesregierung, die heute in Mülheim a.d.R. stattfindet, erklärt der Vorsitzende des DGB NRW, Andreas Meyer-Lauber:

Der DGB NRW begrüßt, dass die heutige Tagung einen Schwerpunkt auf die soziale Dimension der Nachhaltigkeit legt. Die Gewerkschaften unterstützen das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung, die Ökologie, Ökonomie und Soziales zusammen gestaltet. Dies ist der einzige Weg, um auch den nachfolgenden Generationen eine gute Zukunft zu sichern.

Aus Sicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist Nachhaltigkeit nur mit sicherer Beschäftigung und fairen Arbeitsbedingungen denkbar. Deshalb muss die Politik bei allen Umbaumaßnahmen des Energiesystems auch die Situation der Beschäftigten berücksichtigen. Sie müssen die Gewinner und nicht die Verlierer der Energiewende werden. NRW sollte daher dringend seine Anstrengungen erhöhen, um mehr gute Arbeitsplätze zu schaffen.

Wichtig ist auch, dass die öffentliche Hand ihrer Vorbildfunktion gerecht wird und Lohndumping bei öffentlichen Aufträgen einen Riegel vorschiebt. Die Landesregierung ist in der Verantwortung, durch Beibehaltung des Tariftreuegesetzes einen wichtigen Beitrag zur sozialen Nachhaltigkeit in NRW zu leisten. Gleiches gilt für den allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn ab 1. Januar 2015, er bedeutet einen Meilenstein in der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik. Damit er tatsächlich wirken kann, muss er aber flächendeckend umgesetzt und ausreichend kontrolliert werden. Auch hier ist die Politik gefragt.“


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