Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 115 - 07.06.2013

DGB startet Projekt zur Alphabetisierung in der Arbeitswelt

Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hat der DGB das Projekt Mento ins Leben gerufen, das Alphabetisierung am Arbeitsplatz fördert. Das Projekt wurde heute in Düsseldorf vorgestellt.

„Von den 7,5 Millionen funktionalen Analphabetinnen und Analphabeten in Deutschland sind rund 60 Prozent berufstätig“, erklärte Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW. „Deshalb zielt das Projekt darauf ab, über die Betriebe und die dort vorhandenen gewerkschaftlichen Strukturen Zugang zu den Betroffenen zu finden.“ Mit Mento wolle der DGB Netzwerkstrukturen schaffen und den Betroffenen in den Betrieben Unterstützung anbieten. „Eine zentrale Rolle spielt hierbei die Schulung von Mentorinnen und Mentoren sowie die Ausbildung von Lernberaterinnen und –beratern. Sie werden als Ansprechpartner bereitstehen, Mut machen und über Lernangebote informieren.“

Analphabeten arbeiteten vor allem im Baugewerbe, in der Gebäudereinigung oder im Logistiksektor, so Meyer-Lauber weiter. Aber auch in fast allen anderen Branchen seien Betroffene zu finden. „Es sind gerade diese Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die durch den stetigen Wandel in der Arbeitswelt in besonderem Maße unter Druck geraten. Dieser Trend wird sich mit der wachsenden Komplexität und der Einführung immer neuer Qualitätssicherungsverfahren sowie der weiterschreitenden Verschriftlichung von Arbeitsprozessen in Zukunft noch verstärken. Deshalb ist es höchste Zeit zu handeln und den Betroffenen bestmögliche Unterstützung anzubieten.“

In Nordrhein-Westfalen wird das Projekt Mento vom DGB-Bildungswerk NRW und Arbeit und Leben NRW gemeinsam umgesetzt. Weitere Informationen über das Projekt erhalten Sie unter: http://www.dgb-bildungswerk-nrw.de/projekte/mentoprojekt/ oder http://www.aulnrw.de/de/hauptmenu/projekte/laufende-projekte/mento/


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