Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 04.05.2022

Gemeinsamer Aufruf der DGB-Gewerkschaften in NRW: Am 15. Mai wählen gehen!

Am 15. Mai geht es um viel: In Nordrhein-Westfalen werden die politischen Weichen für die nächsten fünf Jahre gestellt. Die DGB-Gewerkschaften in NRW fordern alle Arbeitnehmer*innen auf, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen. Denn: Wer wählt, entscheidet mit. Wer nicht wählt, wird trotzdem regiert!

Nordrhein-Westfalen steht vor enormen Herausforderungen, die durch die Folgen der Pandemie und des Krieges in der Ukraine noch verschärft werden. Durch Digitalisierung, Energiewende und Globalisierung befinden sich Arbeit, Wirtschaft und Gesellschaft in einem grundlegenden Wandel. Die Gewerkschaften erwarten eine Politik, die für Verteilungsgerechtigkeit sorgt und den ökologischen Wandel vorantreibt und sozial und demokratisch gestaltet.

Von den Parteien fordern wir:

  • Gute und fair bezahlte Arbeit fördern.
  • Gute Bildung für alle.
  • Den Strukturwandel gerecht gestalten.
  • Investitionen in Mobilität, Wohnen, Bildung und starke Kommunen.
  • Einen attraktiven öffentlichen Dienst.

Die Gewerkschaften stehen für Toleranz, Vielfalt und Zusammenhalt und wenden sich entschieden gegen jeden Versuch, die Gesellschaft zu spalten. Deshalb: Wählt demokratisch! Gebt Extremismus, Rassismus und Ausgrenzung keine Chance!

 

Anja Weber, Vorsitzende des DGB NRW: „Für ein zukunftsfähiges, sozial gerechtes NRW brauchen wir eine neue Politik. Eine neue Landesregierung muss mehr bewegen, als es die jetzige tut!“

Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall NRW, erklärt: „NRW ist Industrieland Nummer eins in Deutschland. Damit dies so bleibt, muss die nächste Landesregierung alles dafür tun, dass die ökologische Transformation der Industrie gelingt.“

Gabriele Schmidt, Landesleiterin von ver.di NRW, erklärt: „Mehr Personal und Investitionen in den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, ins Gesundheitswesen, in bezahlbaren Wohnraum und in die sozialen Dienstleistungen. Damit dies umgesetzt werden kann, brauchen wir endlich eine Lösung zur Entschuldung unserer Kommunen.“

Frank Löllgen, Landesbezirksleiter der IGBCE Nordrhein, erklärt: „Die Beschäftigten in der Industrie machen Zukunftsherausforderungen zu Chancen und leisten einen enormen Beitrag für unseren Wohlstand. Wir brauchen eine Politik, die die Arbeit dieser Menschen wertschätzt, Transformation positiv begleitet und sich aktiv für gute industrielle Rahmenbedingungen, Tarifbindung und Mitbestimmung einsetzt.“

Antonia Kühn, Regionalleiterin der IG BAU Rheinland, erklärt: „Zu wenig Wohnraum und marode Infrastruktur – da helfen keine kleinen Schritte. Wir brauchen mehr Mut zum Bauen und eine nächste Landesregierung, die den Kommunen mit einem Investitionsprogramm unter die Arme greift.“

Mohamed Boudih, Vorsitzender der NGG NRW, erklärt: „In diesen bewegten Zeiten ist es umso wichtiger, sich seines eigenen Rechtes bewusst zu machen. Ich wünsche mir, dass 13 Millionen Menschen ihre Stimme für ein arbeitnehmerfreundliches NRW abgeben.“

Ayla Çelik, Vorsitzende der GEW NRW, erklärt: „Gute Bildung ist für NRW absolut zukunftsentscheidend. Gerade hier hinken wir zwischen Rhein und Ruhr aber seit Jahren weit hinterher. Eine neue Landesregierung muss endlich den Mangel überwinden und den Grundstein für echte Chancengleichheit legen! Wir fordern deshalb alle auf: Gebt guter Bildung eure Stimme!"

Michael Mertens, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, erklärt: „Bei uns fallen keine Bomben. Trotzdem wird der Ukraine-Krieg auch bei uns zu tiefgreifenden Verwerfungen führen. Deshalb brauchen wir eine Landesregierung, die dafür sorgt, dass die Folgen des Krieges nicht vor allem diejenigen trifft, die ohnehin nicht viel haben. Und die den öffentlichen Dienst finanziell nicht immer mehr aushungert. Auch nicht bei der Inneren Sicherheit.“

Christian Drelmann, EVG-Geschäftsstellenleiter mit Landesaufgaben, erklärt: „Wir fordern faire Bedingungen und gute soziale Mindeststandards für Arbeit und Ausbildung, auf die Verlass ist – das ist unser klarer Anspruch an die künftige Verkehrspolitik.“


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